Gerd Ruge

Gerd Ruge - Ehrenpreis 2014 (Foto: WDR/Fürst-Fastré)
Foto: WDR/Fürst-Fastré

Gerd Ruge, am 09. August 1928 in Hamburg geboren, begann seine berufliche Laufbahn 1949 beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. 1956 ging er als erster ständiger Korrespondent für die ARD nach Moskau. 1961 gründete er zusammen mit Felix Rexhausen und Carola Stern in Köln die deutsche Sektion von Amnesty International. Im Jahr 1963 hob er gemeinsam mit Klaus Bölling die ARD-Sendung „Weltspiegel“ aus der Taufe. Von 1964 bis 1969 war Ruge Amerika- und Washington-Korrespondent der ARD. 1970 ging er als ARD-Chefkorrespondent und Leiter des WDR-Studios nach Bonn. Von 1973 bis 1976 war Ruge Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt“ in Peking. 1977 kehrte er zurück zum WDR und wurde ARD-Hörfunkkorrespondent in Moskau. 1981 ernannte man ihn zum WDR-Fernseh-Sonderkorrespondenten. Gerd Ruge war u.a. Leiter der Redaktionen „Monitor“ und „Weltspiegel“ im WDR sowie der Programmgruppe Ausland und WDR-Chefredakteur Fernsehen. 1987 kehrte er als ARD-Korrespondent und Studioleiter zurück nach Moskau, wo er bis zum seinem Ruhestand 1993 arbeitete.

Im Anschluss entstanden seine erfolgreichen Reisereportagen unter dem Titel „Gerd Ruge unterwegs“. Außerdem moderierte er bis Juli 2001 die 3sat-Talkrunde „NeunzehnZehn“. Von 1997 bis 2001 war Gerd Ruge Leiter des Bereichs Fernsehjournalismus an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. 1999 wurde er Präsident der Jury des „Prix International des Correspondants de Guerre“. Gemeinsam mit der Film- und Medienstiftung NRW vergibt er seit 2002 jährlich das mit 100.000 Euro dotierte Gerd Ruge-Stipendium.