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Der Deutsche Fernsehpreis trauert um Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour Peter Roman Scholl-Latour wurde 2001 für seine Leistungen für das deutsche Fernsehen mit dem Ehrenpreis der Stifter ausgezeichnet. „Der Fernsehjournalist und Publizist Peter Scholl-Latour war und ist in seinem Metier der kritischen Berichterstattung aus fast allen Krisengegenden der Welt eine außerordentliche Erscheinung. Wie nur wenige hat er den neugierig-wagemutigen, das Abenteuer nicht meidenden Reporter, der schließlich alle Kontinente erkundete, verbunden mit dem umfassend gebildeten, literarisch versierten, systematisch analysierenden Monographen. Seine großen Fernsehdokumentationen, seine zahlreichen Buchpublikationen, deren eine - "Der Tod im Reisfeld" - zum Weltbestseller wurde, seine aktuellen Beiträge zum Verständnis politisch-kultureller Entwicklungen in Asien wie in Nahost, in Frankreich wie im Kongo, im Iran - spektakulär Scholl-Latours Chomenie-Begleitung von Paris nach Teheran - wie in Israel zeigen dem Millionenpublikum einen so leidenschaftlichen wie gelassenen, so wissenden wie wissbegierigen, so selbstbewussten wie skeptischen Vermittler der auswärtigen Angelegenheiten“, so Hans Janke, der damalige Leiter Hauptredaktion Fernsehspiel und Stellvertretender Programmdirektor des ZDF, im Rahmen der Preisverleihung.

Scholl-Latour wurde am 9. März 1924 in Bochum geboren. Nachdem er 1945 als Angehöriger des französischen Expeditionskorps zwei Jahre am Indochinakrieg teilgenommen hatte, begann er sein Studium der Philologie, Politologie und Arabistik in Mainz, Paris und Beirut. Während seines Studiums arbeitete er schon als Reisejournalist. Sein Volontariat absolvierte er 1948 bei der Saarbrücker Zeitung. Von 1954 bis 1955 war er Sprecher der Regierung des Saarlandes. Danach entschied er sich endgültig für den Journalismus und wurde Afrika-Korrespondent der ARD. Danach war er u.a. Programmdirektor des WDR-Fernsehens, Chefkorrespondent und Leiter des ZDF-Studios Paris und Chefredakteur des stern-Magazins. Seit seinem Ausscheiden bei Gruner & Jahr war Peter Scholl-Latour als Publizist und Autor von Dokumentarfilmen tätig.  

WDR hat Federführung 2014 überommen

Der WDR hat - stellvertretend für die ARD - zu Beginn des Jahres die Federführung für die Verleihung des 16. DEUTSCHEN FERNSEHPREISES übernommen. Der wichtigste Preis zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen wird Anfang Oktober 2014 im Coloneum in Köln verliehen.

Der Deutsche Fernsehpreis wurde 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF ins Leben gerufen. Der inzwischen vierte Turnus des Deutschen Fernsehpreises (2011-2014) endet am 31.12.2014. Derzeit evaluieren die Stifter des Deutschen Fernsehpreises - Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, Tom Buhrow, Intendant des WDR und diesjähriger Vorsitzender, Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm von RTL Television und Nicolas Paalzow, SAT.1-Geschäftsführer - den Preis. Bis zur Preisverleihung in diesem Jahr wollen sie Alternativen zum bisherigen Konzept entwickeln und bewerten. Im Fall der Fortsetzung wird die Beibehaltung des Standortes Köln angestrebt. Die Durchführung des Deutschen Fernsehpreises 2014 ist hiervon nicht berührt. Entsprechend sind die Vorbereitung für die Preisverleihung beim federführenden Sender WDR angelaufen.

© 2014 DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS