Deutscher Fernsehpreis 2018: Verleihung am 26. Januar in Köln – SAT.1 übernimmt Federführung

Köln, 27. Oktober 2017 – Der Deutsche Fernsehpreis 2018 wird gemäß Beschluss der Stifter – Kaspar Pflüger (SAT.1/Vorsitzender), Tom Buhrow (WDR), Frank Hoffmann (RTL) und Dr. Thomas Bellut (ZDF) – am Freitag, den 26. Januar 2018, im „Palladium“ in Köln verliehen. Die Federführung für die Ausrichtung der Veranstaltung übernimmt turnusgemäß SAT.1.

„Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises lässt die Programm-Highlights des zurückliegenden Jahres Revue passieren und stellt damit die enorme Leistungsfähigkeit und Kreativität der deutschen Fernsehmacher ins Scheinwerferlicht. Es geht uns darum, die außergewöhnlichen Team- und Einzelleistungen zu würdigen, die das deutsche Fernsehen im vergangenen Jahr geprägt haben. Wir von SAT.1 freuen uns, die Preisverleihung 2018 gestalten zu dürfen“, so Beiratsvorsitzender Sven Pietsch, Chefredakteur der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH.

Die Gala zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises ist für die TV-Branche das erste große Treffen des Jahres. Hierbei werden herausragende Produktionen, deren Macher sowie Darsteller in bis zu 25 Kategorien ausgezeichnet. Die Auswahl der nominierten Programme und kreativen Leistungen obliegt einer unabhängigen Fachjury.

Träger des Preises ist die Deutsche Fernsehpreis GmbH. Den Beirat für den Deutschen Fernsehpreis 2018 bilden Sven Pietsch, Chefredakteur von ProSiebenSat.1 TV Deutschland (Vorsitz), WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger sowie der stellvertretende ZDF-Programmdirektor Reinhold Elschot. Geschäftsführer ist Dirk Jander (WDR).

Produziert wird das Event erneut durch Kimmig Entertainment. Die Verantwortung für die Verleihungsgala auf Seiten des Senders SAT.1 liegt in den Händen von Stephanie Prehn. Das Ständige Sekretariat in Köln ist weiterhin u.a. mit der Programmrecherche und der Begleitung von der Jury betraut.

 

Der Deutsche Fernsehpreis:
Ständiges Sekretariat
Im Mediapark 6b
50670 Köln
Tel.: 0221-454 3032
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Deutscher Fernsehpreis 2017: Die Gewinner stehen fest

In Düsseldorf wurden die herausragenden Leistungen des Fernsehjahres 2016 in Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ausgezeichnet.

Köln/Düsseldorf, 2. Februar 2017 – Am Donnerstagabend wurde in  Düsseldorf zum 18. Mal der von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen. Am selben Tag hatte die zehnköpfige Fachjury unter dem Vorsitz von „TV Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens in 21 Kategorien die Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt. Darüber hinaus wurde ein Förderpreis verliehen. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Senta Berger.

Lutz Carstens, Chefredakteur von „TV Spielfilm“ und Juryvorsitzender, erklärt: „In einer durch und durch politischen Zeit hat das Fernsehen in allen seinen Genres Relevanz und Haltung bewiesen. In der Fiktion gilt das vor allem für die NSU-Trilogie, für den Dokumentarfilm ‚Das Schicksal der Kinder von Aleppo‘, für die Rechercheleistung zu den ‚Panama-Papers‘, aber auch für ‚NEO MAGAZIN Royale‘.

Mit Geschichten, die das Leben schreibt, überzeugte das ‚Familienfest‘ im Fernsehfilm und erneut der ‚Club der roten Bänder‘ in der Serie. Vielfalt und Exzellenz zeigte das Fernsehen 2016 vor allem auch in den großartigen Leistungen der Schauspieler und Kreativen, die wir in den fiktionalen Einzelkategorien würdigen.

In der Unterhaltung überraschten uns die Fernsehmacher mit erfolgreichen Eigenentwicklungen wie ‚Die Beste Show der Welt‘, ‚Das Lachen der Anderen‘ und ‚Kitchen Impossible‘. Persönliche Bestleistungen haben wir zudem in der Information, im Sport und in der Unterhaltung entdeckt und ausgezeichnet. Dabei kommen zukunftsweisende Impulse auch aus dem Netz.

Die Jury bedankt sich bei allen Nominierten und Preisträgern für ihre herausragenden Arbeiten in einem starken Fernsehjahr!“

Die Entscheidungen im Einzelnen:

Fiktion

Bester Fernsehfilm: „Familienfest“
In einem starken fiktionalen Jahr kürte die Jury „Familienfest“ (ZDF/UFA Fiction) von Regisseur Lars Kraume zum „Besten Fernsehfilm“. Die Produktion konnte sich gegen den Cyber-Grooming-Film „Das weiße Kaninchen“ (SWR/ffpnewmedia) von Florian Schwarz, das ebenfalls von Kraume inszenierte Gerichtsdrama „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/Degeto/Moovie), Oliver Dommengets „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction) und den Sportwetten-Thriller „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/UFA Fiction) von Philipp Kadelbach durchsetzen.

Bester Mehrteiler: „Mitten in Deutschland: NSU“
Bei den Mehrteilern des Jahres hob die Jury das dreiteilige Dokudrama „Mitten in Deutschland: NSU“ (ARD/SWR/BR/WDR/MDR/Degeto/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg) aufs Siegerpodest. Nominiert waren überdies das Politdrama „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) mit Alexander Fehling und Fabian Hinrichs, das Patchwork-Drama „Familie!“ (ZDF/Moovie) mit Iris Berben und Jürgen Vogel, die Trilogie „Ku‘damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) mit Sonja Gerhardt sowie „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack) mit Wotan Wilke Möhring und Nik Xhelilaj in der Titelrolle.

Beste Serie: „Club der roten Bänder“
Unter den nominierten Serien, die allesamt für die Innovation des Genres stehen, hatte die bereits im Vorjahr preisgekrönte und 2016 mit neuen Handlungssträngen erzählte Dramedy „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay) gegenüber „Morgen hör ich auf“ (ZDF/Network Movie) mit Bastian Pastewka und Susanne Wolff sowie der Drama-Serie „Tempel“ (ZDFneo/Polyphon) mit Hauptdarsteller Ken Duken die Nase vorn.

Beste Schauspielerin: Sonja Gerhardt
Unter den nominierten Schauspielerinnen hinterließ Sonja Gerhardt mit ihren Auftritten in „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) und „Jack the Ripper“ (SAT.1/Pantaleon Entertainment/ Fireworks Entertainment) den stärksten Eindruck bei der Jury. Darüber hinaus brillierten Petra Schmidt-Schaller in „Ein gefährliches Angebot“ (ZDF/Moovie), „Das Dorf des Schweigens“ (ZDF/Network Movie) und „Ein Mann unter Verdacht“ (ZDF/die film), Anna Maria Mühe in „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter“ (ARD/SWR/Degeto/MDR/Gabriela Sperl für Wiedemann & Berg) und „Familie!“ (ZDF/Moovie), Katharina Marie Schubert in „Wellness für Paare“ (ARD/Riva Filmproduktion) und „Wer aufgibt ist tot“ (ARD/Degeto/SWR/Carte Blanche Film) sowie Jutta Hoffmann in „Ein Teil von uns“ (ARD/BR/Constantin Television).

Bester Schauspieler: Martin Brambach
Unter den allesamt preiswürdigen Leistungen der Schauspieler fiel das Urteil der Jury am Ende zugunsten von Martin Brambach und dessen Auftritten in „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) und „Wellness für Paare“ (ARD/Riva Filmproduktion). Ebenfalls nominiert waren Edin Hasanovic für sein Spiel in „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/UFA Fiction) und „Familie Braun“ (ZDF/Polyphon), sowie Lars Eidinger für „Familienfest“ (ZDF/Moovie) und „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/Degeto/Moovie). Hinzu kamen Ken Duken für seine Rollen in „Tempel“ (ZDF/Polyphon) und „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction) sowie Wotan Wilke Möhrings Old Shatterhand in „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack).

Beste Regie: Lars Kraume
Bester Regisseur des vergangenen Fernsehjahres ist Lars Kraume („Terror – Ihr Urteil“, ARD/Degeto/Moovie, und „Familienfest“, ZDF/Moovie). Er konnte sich gegen Philipp Kadelbach („Auf kurze Distanz“, ARD/WDR/UFA Fiction) sowie Sherry Hormann („Tödliche Geheimnisse“, ARD/Beta Film/Dreamtool) durchsetzen.

Bestes Buch: Annette Hess
In dieser Kategorie schrieb sich Annette Hess („Ku‘damm 56“, ZDF/UFA Fiction) an die Spitze. Ebenfalls nominiert waren die Leistungen von Arne Nolting und Jan Martin Scharf („Club der roten Bänder“, VOX/Bantry Bay) sowie Holger Karsten Schmidt („Auf kurze Distanz“, ARD/WDR/UFA Fiction, „Das weiße Kaninchen“, ARD/SWR/ffp newmedia, und „Jack the Ripper“, SAT.1/Pantaleon Entertainment/Fireworks Entertainment).

Beste Kamera: Frank Lamm
Unter den Kameraleuten fiel die Wahl auf Frank Lamm, der „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter“ (ARD/SWR/Degeto/MDR/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg) ins Bild setzte. Damit landete er vor Sten Mende („Winnetou – Der Mythos lebt“, RTL/Ratpack) und Christian Stangassinger („Tempel“, ZDFneo/Polyphon).

Bester Schnitt: Claudia Wolscht
Hier zeigte sich die Jury von Claudia Wolscht („Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“, ARD/WDR/Degeto/Wiedemann & Berg) am stärksten überzeugt. Wolscht konnte sich gegen ihre Kollegen Benjamin Hembus („Brief an mein Leben“, ZDF/Bavaria Filmproduktion) und Andreas Radtke („Der Fall Barschel“, ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) durchsetzen.

Beste Musik: Heiko Maile
Den besten Soundtrack des Jahres komponierte Heiko Maile für den Dreiteiler „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack). Hören lassen konnten sich auch die ebenfalls nominierten Arbeiten von Manu Kurz und Alexander Masche („Morgen hör ich auf“, ZDF/Network Movie) sowie Sven Rossenbach und Florian van Volxem („Das weiße Kaninchen“, SWR/ffpnewmedia).

Beste Ausstattung: Matthias Müsse
In dieser Kategorie gewann Matthias Müsse („Winnetou – Der Mythos lebt“, RTL/Ratpack). Nominiert waren zudem Julian Augustin und Pierre Pfundt („Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction) sowie die Kostümbildnerin Maria Schicker und der Szenenbildner Lars Lange für „Ku‘damm 56“ (ZDF/UFA Fiction).

Information und Sport

Beste Information: „Panama Papers – Im Schattenreich der Offshorefirmen“
Angesichts von Fake-News und sogenannten „alternativen Fakten“ setzen die nominierten Sendungen auf Recherche, Hintergrund-Analyse und Einordnung. Der Deutsche Fernsehpreis in dieser Kategorie ging an Panama Papers – Im Schattenreich der Offshorefirmen (ARD/NDR/WDR) aus der Reihe „Die Story im Ersten“. Nominiert waren zudem das auslandsjournal (ZDF) und die Sendung scobel (3sat/ZDF).

Beste Moderation Information / Beste persönliche Leistung: Christiane Meier
In Zeiten stetig komplexer werdenden Themenwelten schlägt die Stunde der Vermittler. Aus Sicht der Jury überzeugte Christiane Meier mit ihren präzisen Politiker-Interviews im „ARD Morgenmagazin“ (ARD/WDR). Außerdem waren nominiert: Harald Lesch (ZDF) für seine profilierte Wissensvermittlung im ZDF sowie Antonia Rados (RTL/n-tv) für ihre Interviewführung samt exzellenter Vernetzung und Vor-Ort-Recherchen.

Beste Dokumentation/Reportage: „Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland“
Die Qualität im Bereich der klassischen Dokumentarfilme war auch im vergangenen Fernsehjahr enorm. Am meisten punkten konnte aus Sicht der Jury Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland (ZDF/ITV/PBS/ITN Productions). Diese Dokumentation konnte sich gegen Erstickt im LKW – Das Ende einer Flucht (ARD/NDR/WDR), Der lange Arm des IS – Wie der Terror nach Europa kommt (ARD/WDR), Putins geheimes Netzwerk – Wie Russland den Westen spaltet (ZDF) sowie Schöne neue Welt (ZDF/Eco Media) durchsetzen.

Bestes Infotainment: „Galileo“
In leichterer Machart, aber gleichermaßen engagierter „Aufklärungsmission“ waren hier drei Formate nominiert. Die Juryentscheidung fiel schließlich zugunsten von Galileo (ProSieben) aus. Das Magazin erreicht mit seinen Themen vor allem die jungen Zuschauer. Auf die Plätze verwiesen wurden Das Jenke-Experiment (RTL/infoNetwork/Redaktion EXTRA) und Make Love (ZDF/gebrueder beetz filmproduktion).

Beste Sportsendung: Tennis: Australian und US Open Finals der Damen
Um die begehrte Trophäe der besten Produktionen in dieser Kategorie gingen die Themen Handball, Formel 1 und Tennis ins Rennen. Spiel, Satz und Sieg gingen schließlich an das starke Eurosport-Reporterteam Matthias Stach, Marco Hagemann und Markus Theil mit den Übertragungen der Australian und US Open Finals der Damen. Nominiert waren überdies das ARD-Team für die Handball-EM (ARD/NDR/WDR) und die RTL-Crew im 25. Jahr ihrer Formel 1-Berichterstattung.

Unterhaltung

Beste Unterhaltung Primetime: „Die Beste Show der Welt“
In der „Königsdisziplin“ der Unterhaltung traten fünf kreative Showkonzepte an. Der Gewinner hieß am Ende Die Beste Show der Welt (ProSieben/Florida TV) mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Auf die Plätze verwiesen wurden die Nominees Grill den Henssler (VOX/ITV Studios Germany) mit Steffen Henssler und Ruth Moschner sowie Ninja Warrior Germany (RTL/NORDDEICH TV) mit Jan Köppen, Frank Buschmann und Laura Wontorra. Darüber hinaus waren The Voice of Germany (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) mit Thore Schölermann und Lena Gercke sowie Wer weiß denn sowas XXL (ARD/NDR/UFA SHOW & FACTUAL) mit Kai Pflaume nominiert.

Beste Unterhaltung Late Night: „NEO MAGAZIN Royale“
Zum besten Late-Night-Format wurde NEO MAGAZIN Royale (ZDF/ZDF Neo/Bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann gekürt. Luke! Die Woche und ich (SAT.1/Brainpool TV) mit Luke Mockridge und PussyTerror TV (WDR/Brainpool TV) mit Carolin Kebekus waren ebenso nominiert.

Beste Moderation persönliche Leistung/Moderation Unterhaltung: Rocket Beans
(Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Daniel Budiman und Simon Krätschmer)
Gute Unterhaltung misst sich nicht an der Größe der Showbühne, sondern auch an der Vielseitigkeit und Individualität ihrer Moderatoren. Hier entschied sich die Jury für Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Daniel Budiman und Simon Krätschmer, die als Rocket Beans mit „NITRO Autoquartett“ und „Rocket Beans TV“ einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Herausragend waren auch die Leistungen der Nominierten Elton (Alexander Duszat), der sich zum gefragten Showmaster entwickelt hat, und Jeannine Michaelsen, die sich mit Schlagfertigkeit und Souveränität für mehr empfiehlt.

Beste Comedy: „Das Lachen der Anderen“
Nominiert waren hier das politische Satiremagazin extra 3 (ARD/NDR) mit Christian Ehring, Das Lachen der Anderen (WDR/SEO Entertainment) und das Format Sketch History (ZDF/HPR Bild und Ton GmbH/Warner Bros. Germany), das Ereignisse der Weltgeschichte auf die Schippe nimmt. Gewonnen hat schließlich Das Lachen der Anderen (WDR/SEO Entertainment) mit Micky Beisenherz und Oliver Polak, die in ihrer Sendung die Grenzen der Comedy neu ausloten.

Bestes Factual Entertainment: „Kitchen Impossible“
Die Bandbreite und Qualität dieses höchst produktiven Genres begeisterte Zuschauer wie Jury gleichermaßen. Vor Bares für Rares (ZDF/Warner Bros. Germany) und Die Höhle der Löwen (VOX/Sony Pictures) gewann in diesem Jahr Kitchen Impossible (VOX/Endemol Shine Germany).

Förderpreis für „Wishlist“ und das Produzententeam Marc Schießer, Marcel Becker-Neu und Christina Ann Zalamea
Der mit 15.000 Euro dotierte Förderpreis für den Nachwuchs geht 2017 an das junge Wuppertaler Produzententeam Marc Schießer, Marcel Becker-Neu und Christina Zalamea. Das Trio zeichnet für die Webserie „Wishlist“ (funk/Radio Bremen/Outside the Club) verantwortlich. Im Mittelpunkt des Mystery-Formats steht die 17-jährige Mira (Vita Tepel), die jeden Wunsch erfüllen kann. Die Jury zeigte sich u.a. von den kraftvollen Bildern und dem schnellen Erzähltempo beeindruckt.

Ehrenpreis der Stifter für Senta Berger
Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Senta Berger. Ausgezeichnet wird damit eine Künstlerin, die mit ihrem vielfältigen Schaffen über Jahrzehnte immer wieder neue Impulse gesetzt und damit zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch Regisseure, Autoren und nicht zuletzt ihr Publikum immer wieder inspiriert hat.

Zur Statistik:
Im Sendervergleich führt die ARD mit insgesamt acht vor dem ZDF mit sechs Nennungen. Die Mediengruppe RTL inklusive VOX und RTL NITRO holt fünf Preise, gefolgt von ProSiebenSat.1 mit drei Nennungen. Je eine Auszeichnung geht an Eurosport sowie die Online-Sender funk und Rocket Beans TV.

Die Jury:
Lutz Carstens (Chefredakteur TV Spielfilm, Vorsitz), Bettina Josmann (Producer Caligari Entertainment), Jakob Krebs (Leitung dctp.tv & Geschäftsführer dctp), Philipp Laude (Schauspieler/Comedian/Youtuber), Thomas Lückerath, (Chefredakteur & Geschäfts-führer DWDL Medienmagazin), Peter Nadermann (Produzent & Geschäftsführer Nadcon Film GmbH), Caroline Peters (Schauspielerin), Nicole Rosenbach (Autorin und Regisseurin), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest) und Wilfried Urbe (freier Medienjournalist).

 


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Liste der Preisträger 2017 [PDF]

Pressemeldung Preisträger 2017 [PDF]


Hier finden Sie die Preisträger der Vorjahre:

2016 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999

Der Deutsche Fernsehpreis 2017:
Senta Berger erhält Ehrenpreis der Stifter

Mit dieser Auszeichnung würdigen die Stifter (ARD, RTL, SAT.1 und ZDF) das Werk einer der ganz großen deutschsprachigen Schauspielerinnen in Film und Fernsehen.

Köln, 24. Januar 2017 – Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Senta Berger. Ausgezeichnet wird damit eine Künstlerin, die mit ihrem vielfältigen Schaffen über Jahrzehnte immer wieder neue Impulse gesetzt und damit zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch Regisseure, Autoren und nicht zuletzt ihr Publikum immer wieder inspiriert hat. Senta Berger wird die Ehrung am 2. Februar im Rahmen der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Düsseldorf persönlich entgegennehmen.

„Es ist mir eine ganz besondere Freude, Senta Berger mit dem Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises auszuzeichnen. Wir ehren damit eine Ausnahme-Künstlerin, die national und international für exzellente Qualität steht und die das fiktionale Fernsehen vom legendären ‚Kir Royal‘ bis zur Reihe ‚Unter Verdacht‘ geprägt hat und deren Verdienste um das deutsche Fernsehen wie um das Kino, nicht zuletzt als langjährige Präsidentin der Filmakademie, herausragend sind“, so Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF und diesjähriger Vorsitzender der Stifterrunde.

Senta Berger – eine der ganz Großen
Senta Berger ist eine der bekanntesten und zugleich besten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum, eine der ganz Großen. Der Deutsche Fernsehpreis kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn 2017 jähren sich Senta Bergers Bildschirm- und Leinwanddebüt zum 60. Mal. 1957 erhielt das damals 16-jährige Nachwuchstalent eine erste kleine Rolle in einem österreichischen Film von Willi Forst: „Die unentschuldigte Stunde“. Im gleichen Jahr übernahm sie ihre erste Sprechrolle in dem Heimatfilm „Die Lindenwirtin vom Donaustrand“ mit Hans Moser. Als pensionierte Lehrerin ist sie derzeit in der von ihrem Sohn Simon Verhoeven inszenierten Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ zu sehen, dem erfolgreichsten deutschen Kinofilm des vergangenen Jahres.

Bereits die Anfänge von Senta Bergers Karriere entwickelten sich spektakulär. Schon früh klopfte Hollywood an. So stand sie mit 17 für Anatole Litvaks amerikanischen Film „Die Reise“ mit Yul Brynner und Deborah Kerr vor der Kamera. Dabei waren ihr als Schülerin des renommierten Max-Reinhard-Seminars Engagements während der Ausbildung eigentlich verboten. Trotzdem nahm sie an – und flog prompt von der Schule. Aber die junge Frau wollte hinaus in die Welt. Und dieser Plan ging auf, denn das, was folgte, war eine bis heute andauernde höchst eindrucksvolle und sowohl nationale wie internationale Traumkarriere, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde.

…und immer ein Star
Senta Berger begeistert ihr Publikum durch ihre schauspielerische Brillanz, ihre enorme Vielseitigkeit und ihr Charisma. Mit einnehmendem Charme, großer physischer Präsenz und einer außergewöhnlichen künstlerischen Kraft überzeugte sie im Laufe der Jahrzehnte in den unterschiedlichsten Rollen. Ob Vamp, Sängerin oder Charakterdarstellerin – sie ist immer ein Star. Senta Berger begeisterte und begeistert ihr Publikum in zahlreichen Theaterstücken, Fernseh- und Kinofilmen in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Hollywood. Sie arbeitete mit Curd Jürgens, Heinz Rühmann, O.W. Fischer, Klaus Maria Brandauer sowie Bruno Ganz zusammen und international u.a. mit Marcello Mastroianni, Alain Delon, Kirk Douglas und Frank Sinatra.

1966 heiratete Senta Berger in München den Schauspieler und Regisseur Michael Verhoeven. Mit ihm gründete sie eine eigene Produktionsfirma, die Sentana Filmproduktion, aus der später Klassiker wie „Die weiße Rose“ oder „Das schreckliche Mädchen“ hervorgingen. Auch während des folgenden Film- und Fernsehjahrzehnts setzte Senta Berger mit ihren Rollen wichtige Akzente. Das gilt beispielsweise sowohl für die Literaturverfilmung „Der scharlachrote Buchstabe“ (1973) von Wim Wenders als auch für Sam Peckinpahs Welterfolg „Steiner – Das eiserne Kreuz“ (1976).

In den 80ern hinterließ sie vor allem im deutschen Fernsehen einen bleibenden Eindruck – unvergessen ist ihre Rolle der Mona in Helmut Dietls Fernsehserie „Kir Royal“ an der Seite von Franz Xaver Kroetz und Dieter Hildebrandt. 1989 übernahm sie die Titelrolle der nach einer Idee ihres Mannes Michael Verhoeven entwickelten Serie „Die schnelle Gerdi“, und seit 2002 steht sie regelmäßig für die ZDF-Krimireihe „Unter Verdacht“ als Kriminalrätin Dr. Eva-Maria Prohacek vor der Kamera.

Senta Berger war sechs Jahre lang gemeinsam mit Günther Rohrbach die erste Präsidentin der neugegründeten Deutschen Filmakademie – sie hat das deutsche Fernsehen und den deutschen Film sehr geprägt.

Mehr zu den Ehrenpreisträgern finden Sie hier.


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Pressemeldung zm Ehrenpreis der Stifter für Senta Berger [PDF]


Der Deutsche Fernsehpreis 2017

Termin: Donnerstag, 2. Februar 2017, TV-Zusammenfassung als „leute heute Spezial“ (ZDF)
Ort: Rheinterrasse Düsseldorf
Gastgeberin: Barbara Schöneberger
Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die turnusgemäße Federführung liegt 2017 beim ZDF.
Akkreditierung: In der Düsseldorfer Rheinterrasse steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung.

Der Deutsche Fernsehpreis 2017:
Die Nominierungen in Unterhaltung, Information und Sport für das Fernsehjahr 2016

Köln, 12. Januar 2017 – Am 2. Februar wird in der Düsseldorfer Rheinterrasse der Deutsche Fernsehpreis zur Würdigung der besten Produktionen und Einzelleistungen des Jahres 2016 vergeben. Wer die begehrten Trophäen erhält, entscheidet eine unabhängige Jury erst am Tag der Preisverleihung. Darüber hinaus vergeben die Stifter einen Ehrenpreis. Die Nominierten der fiktionalen Kategorien wurden bereits im Dezember bekannt gegeben.

„Wenn wir auf das Fernsehjahr 2016 zurückblicken, dominieren die politischen Krisen das Informationsprogramm. Angesichts der unruhigen Weltlage spielen Glaubwürdigkeit, Recherche, Hintergrund-Analyse und Einordnung eine immer wichtigere Rolle, auch und gerade in der Abgrenzung der vom Internet getriebenen, steigenden Informationsflut. Hier zeigte das Fernsehen 2016 seine Leistungsfähigkeit in besonderer Weise“, so der Jury-Vorsitzende und „TV Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens. „Dass das deutsche Fernsehen gleichzeitig großartig unterhalten kann, die große Showtreppe wie auch die kleinen, jungen Formate beherrscht, beweisen unsere Nominierten in der Unterhaltung. Darunter sind zahlreiche überzeugende Newcomer und auch deutsche Eigenentwicklungen, worüber sich die Jury besonders gefreut hat.“

Die Nominierungen in der Unterhaltung

Beste Unterhaltung Primetime“: In der „Königsdisziplin“ der Unterhaltung treten fünf kreative Showkonzepte an. Nominiert sind Die Beste Show der Welt (ProSieben/Florida TV) mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, Grill den Henssler (VOX/ITV Studios Germany) mit Steffen Henssler und Ninja Warrior Germany (RTL/NORDDEICH TV) mit Jan Köppen, Frank Buschmann und Laura Wontorra. Hinzu kommen The Voice of Germany (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) mit Thore Schölermann und Lena Gercke sowie Wer weiß denn sowas? XXL (ARD/NDR/UFA SHOW & FACTUAL) mit Kai Pflaume.

Beste Unterhaltung Late Night“: Aufbleiben lohnt sich. Zu den besten Nachtschwärmern gehören Luke! Die Woche und ich (SAT.1/Brainpool TV) mit Luke Mockridge, NEO MAGAZIN Royale (ZDF/ZDFneo/Bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann und PussyTerror TV (WDR/Brainpool TV) mit Carolin Kebekus.

Beste Persönliche Leistung / Moderation Unterhaltung“: Dass sich gute Unterhaltung nicht an der Größe der Showbühne, sondern auch an der Vielseitigkeit und Individualität ihrer Moderatoren misst, beweisen Sympathieträger Elton (Alexander Duszat), der sich von Stefan Raabs Dauerpraktikanten zum gefragten Showmaster entwickelt hat, Jeannine Michaelsen, die sich mit Schlagfertigkeit und Souveränität für mehr empfiehlt, sowie Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Daniel Budiman und Simon Krätschmer, die als Rocket Beans das Gaming-TV revolutioniert haben und zeigen, wie interaktives Fernsehen funktioniert.

Beste Comedy / Kabarett“: Nominiert sind das politische Satiremagazin extra 3 (ARD/NDR) mit Christian Ehring, Das Lachen der Anderen (WDR/SEO Entertainment) mit Micky Beisenherz und Oliver Polak, die in ihrer Sendung die Grenzen der Comedy neu ausloten, sowie das Format Sketch History (ZDF/HPR Bild und Ton GmbH/Warner Bros. Germany), das Ereignisse der Weltgeschichte mit erfrischend schrägem Humor auf die Schippe nimmt.

Bestes Factual Entertainment“: Ob Day- oder Primetime – die Bandbreite und Qualität dieses produktiven Genres begeistern Zuschauer wie Jury gleichermaßen. Nominiert sind Bares für Rares (ZDF/Warner Bros. Germany), Die Höhle der Löwen (VOX/Sony Pictures) und Kitchen Impossible (VOX/Endemol Shine Germany).

Die Nominierungen in der Information

Beste Information“: Angesichts von Fake-News und ‚postfaktischen‘ Debatten setzen die nominierten Programme auf Recherche, Glaubwürdigkeit, Hintergrund-Analyse und Einordnung. Ausgewählt wurden das auslandsjournal (ZDF), Die Story im Ersten: Panama Papers – Im Schattenreich der Offshorefirmen (ARD/NDR/WDR) sowie die Sendung scobel (3sat/ZDF), die sich ihren Themen vielschichtig und interdisziplinär widmet.

Beste Persönliche Leistung / Moderation Information“: In Zeiten von stetig komplexer werdenden Themenwelten schlägt die Stunde der Vermittler: Harald Lesch (ZDF) überzeugte mit seiner profilierten Wissensvermittlung im ZDF, Christiane Meier mit ihren präzisen Politiker-Interviews im ARD Morgenmagazin (ARD/WDR), und einmal mehr trat Antonia Rados (RTL/n-tv) mit ihrer Interviewführung samt exzellenter Vernetzung und Vor-Ort-Recherchen hervor.

Beste Dokumentation / Reportage“: Die Sendeplätze für klassische Dokumentarfilme werden seltener, die Qualität der Beiträge bleibt nichtsdestoweniger enorm, weshalb sich die Jury für die fünf folgenden Kandidaten entschieden hat: Neben Erstickt im LKW – Das Ende einer Flucht (ARD/NDR/WDR), Der lange Arm des IS – Wie der Terror nach Europa kommt (ARD/WDR/NDR) und Putins geheimes Netzwerk – Wie Russland den Westen spaltet (ZDF) nominierte das Gremium Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland (ZDF/ITV/PBS/ITN Productions) sowie Schöne Neue Welt (ZDF/Eco Media TV-Produktion).

Bestes Infotainment“: In leichterer Machart, aber gleichermaßen engagierter ‚Aufklärungsmission‘ waren die folgenden Programme beim Zuschauer sehr erfolgreich. Der ProSieben-Dauerbrenner Galileo (ProSieben) erreichte mit seinen Themen vor allem die jungen Zuschauer, Das Jenke Experiment (RTL/infoNetwork/Redaktion EXTRA) überzeugte mit seinen gewagten Selbstversuchen und Make Love (ZDF/gebrueder beetz filmproduktion) mit erstaunlich offenen Gesprächen.

Die Nominierungen im Sport

Beste Sportsendung“: Bei der Handball EM (ARD/NDR/WDR) gelang es dem äußerst fachkundigen ARD-Team über zehn Millionen Zuschauer pro Begegnung zu begeistern und eine selten dagewesene Nähe zu Mannschaft und Spielgeschehen herzustellen. Fernsehgeschichte schrieb zudem Nico Rosberg in der Formel 1. RTL setzte das Thema auf höchstem Niveau um und brachte die Saison mit der bewährten Crew zum krönenden Abschluss. Mit dem starken Reporterteam Matthias Stach, Marco Hagemann und Markus Theil erreichte schließlich Eurosport einen Matchball: Im Bereich Tennis sind die Übertragungen der Australian- und US-Open Finals der Damen nominiert.

Die Jury
Über Nominierungen und Preisträger entscheidet ein unabhängiges, zehnköpfiges Fachgremium. Unter dem Vorsitz von Lutz Carstens (Chefredakteur TV Spielfilm) arbeiten in der diesjährigen Jury: Bettina Josmann (Producerin Caligari Entertainment), Jakob Krebs (Leitung dctp.tv und Geschäftsführer dctp), Philipp Laude (Comedian und YouTuber/Ex-„Y-Titty“), Thomas Lückerath (Chefredakteur und Geschäftsführer Medienmagazin DWDL), Peter Nadermann (Produzent und Geschäftsführer Nadcon Film GmbH), Caroline Peters (Schauspielerin), Nicole Rosenbach (freie Fernsehautorin), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest) sowie Wilfried Urbe (freier Medienjournalist).


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Pressemeldung zu den Nominierungen Unterhaltung, Information, Sport 2016/17 [PDF]

Liste der Nominierungen Unterhaltung, Information, Sport 2016/17 [PDF]

Liste aller Nominierungen 2016/17 [PDF]


Der Deutsche Fernsehpreis 2017

Termin: Donnerstag, 2. Februar 2017, TV-Zusammenfassung als „leute heute Spezial“ (ZDF)
Ort: Rheinterrasse Düsseldorf
Gastgeberin: Barbara Schöneberger
Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die turnusgemäße Federführung liegt 2017 beim ZDF.
Akkreditierung: In der Düsseldorfer Rheinterrasse steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung.

Der Deutsche Fernsehpreis 2017: Die ersten Nominierungen stehen fest

Die zehnköpfige Experten-Jury hat entschieden und benennt die nominierten Werke und Personen in den fiktionalen Kategorien

Köln, 19. Dezember 2016 – Am 2. Februar werden in der Düsseldorfer Rheinterrasse die besten Produktionen und Einzelleistungen des Jahres 2016 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Wer im Rahmen dieses ersten Branchentreffs des Jahres 2017 die begehrten Trophäen erhält, entscheidet die zehnköpfige unabhängige Jury erst am Tag der Preisverleihung. Darüber hinaus vergeben die Stifter einen Ehrenpreis.

In den fiktionalen Kategorien stehen die Nominierungen fest. Die Bekanntgabe der Nominierungen in „Unterhaltung“ und „Information“ folgt im Januar 2017.

„Hinter uns liegt ein starkes Fernsehjahr, das von den aktuellen politischen Ereignissen geprägt war. Insbesondere überzeugten aber die fiktionalen Produktionen im Fernsehfilm, der Serie und den Mehrteilern mit großer thematischer Vielfalt, exzellenter Umsetzung und großartigen Einzelleistungen“, so der Jury-Vorsitzende und TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens. „Insgesamt spielen Event-Programmierungen eine immer größere Rolle. Dabei funktioniert die Verbindung von Fiktion mit begleitender Vertiefung durch anschließende Informationsprogramme. Im Wettbewerb der Plattformen werden nicht nur die kleinen Sender mutiger, was die gesamte Branche kreativ befeuert. Das Medium Fernsehen zeigte sich 2016 in Bestform und behauptet sich auch in Zeiten der Second-Screens.“

Die diesjährige Jury unter dem erneuten Vorsitz von Lutz Carstens besteht aus Caroline Peters (Schauspielerin), Nicole Rosenbach (freie Fernsehautorin), Bettina Josmann (Producerin Caligari Entertainment), Jakob Krebs (Leitung dctp.tv und Geschäftsführer dctp), Philipp Laude (Comedian und YouTuber/Ex-„Y-Titty“), Thomas Lückerath (Chefredakteur und Geschäftsführer Medienmagazin DWDL), Peter Nadermann (Produzent und Geschäftsführer Nadcon Film GmbH), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest GmbH) sowie Wilfried Urbe (freier Medienjournalist).

Die Werkkategorien im Programmbereich „Fiktion“

„Bester Fernsehfilm“: In einem starken fiktionalen Jahr nominiert die Jury fünf herausragende Fernsehfilme. Dazu gehören der Cyber-Grooming-Film „Das weiße Kaninchen“ (SWR/ffpnewmedia) mit Nachwuchsschauspielerin Lena Urzendowsky, das viel diskutierte Gerichtsdrama „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/Degeto/Moovie) u.a. mit Florian David Fitz sowie populäre Zeitgeschichte, „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction), mit den Hauptdarstellern Ken Duken und Torben Liebrecht. Hinzu kommen der Sportwetten-Thriller „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/UFA Fiction) von Regisseur Philipp Kadelbach und „Familienfest“ (ZDF/UFA Fiction) mit Günther Maria Halmer und Lars Eidinger.

„Bester Mehrteiler“: 2017 stellt die Jury die stärksten Mehrteiler des Jahres ins Rampenlicht. Nominiert sind: das Politdrama „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) mit dem Journalistenduo Alexander Fehling und Fabian Hinrichs, das Patchworkdrama „Familie!“ (ZDF/Moovie) mit Iris Berben und Jürgen Vogel, die Trilogie „Ku‘damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) mit Sonja Gerhardt, ebenso wie das dreiteilige Dokudrama „Mitten in Deutschland: NSU“ (ARD/SWR/BR/WDR/MDR/Degeto/
Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg) und „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack) mit Wotan-Wilke Möhring und Nik Xhelilaj in der Titelrolle.

„Beste Serie“: Die Jury nominiert drei Serien, die für die Innovation des Genres stehen: die bereits im Vorjahr preisgekrönte und 2016 mit neuen Handlungssträngen erzählte Dramedy „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay), „Morgen hör ich auf“ (ZDF/Network Movie) mit Bastian Pastewka und Susanne Wolff, sowie die Drama-Serie „Tempel“ (ZDFneo/Polyphon) mit Hauptdarsteller Ken Duken.

Die Personalkategorien im Bereich „Fiktion“

„Beste Schauspielerin“: Die nominierten Schauspielerinnen brillierten fasst immer in mehreren Rollen: Petra Schmidt-Schaller überzeugt in „Ein Gefährliches Angebot“ (ZDF/Moovie), „Das Dorf des Schweigens“ (ZDF/Network Movie) und „Ein Mann unter Verdacht“ (ZDF/die film). Eindruck hinterließ auch Sonja Gerhardt mit ihren Auftritten in „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) und „Jack the Ripper“ (SAT.1/Pantaleon Entertainment / Fireworks Entertainment), Nach ihren Auftritten in „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter“ (ARD/SWR/Degeto/MDR/Gabriela Sperl/Wiedemann & Berg) und „Familie!“ (ZDF/Moovie) darf sich auch Anna Maria Mühe Chancen auf eine Trophäe ausrechnen. Gleiches gilt für Katharina Marie Schubert, die in „Wellness für Paare“ (ARD/Riva Filmproduktion) und „Wer aufgibt ist tot“ (ARD/Degeto/SWR/Carte Blanche Film) glänzte. Eine weitere Nominierung geht an Jutta Hoffmann und ihren überzeugenden Auftritt in „Ein Teil von uns“ (ARD/BR/Constantin Television).

„Bester Schauspieler“: Edin Hasanovic beeindruckte durch sein Spiel in „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/UFA Fiction) und „Familie Braun“ (ZDF/Polyphon), während Martin Brambach in „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) sowie „Wellness für Paare“ (ARD/Riva Filmproduktion) ebenfalls Preiswürdiges ablieferte. Lars Eidinger geht mit seinen Leistungen in „Familienfest“ (ZDF/Moovie) sowie „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/Degeto/Moovie) ins Rennen und Ken Duken erhielt seine Nominierung aufgrund seiner Rollen in „Tempel“ (ZDF/Polyphon) und „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction). Schließlich überzeugte Wotan Wilke Möhring in „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack) als Old Shatterhand.

„Beste Regie“: Als beste Regisseure sind Lars Kraume („Terror – Ihr Urteil“, ARD/Degeto/Moovie, und „Familienfest“, ZDF/Moovie), Philipp Kadelbach („Auf kurze Distanz“, ARD/WDR/UFA Fiction) sowie Sherry Hormann („Tödliche Geheimnisse“, ARD/Beta Film/Dreamtool) mit von der Partie.

„Bestes Buch“: In dieser Kategorie schrieben sich Annette Hess („Ku‘damm 56“, ZDF/UFA Fiction), Arne Nolting und Jan Martin Scharf („Club der roten Bänder“, VOX/Bantry Bay) sowie Holger Karsten Schmidt („Auf kurze Distanz“, ARD/WDR/UFA Fiction, Das weiße Kaninchen“ und „Jack the Ripper“ (SAT.1/Pantaleon Entertainment / Fireworks Entertainment) in die Gruppe der Nominierten.

„Beste Kamera“: Auch die folgenden Kameramänner können den Deutschen Fernsehpreis fest im Blick haben: Frank Lamm („Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter“, ARD/SWR/Degeto/MDR/Gabriela Sperl/Wiedemann & Berg), Sten Mende („Winnetou – Der Mythos lebt“, RTL/Ratpack) sowie Christian Stangassinger („Tempel“, ZDFneo/Polyphon).

„Bester Schnitt“: Hier zeigte sich die Jury von Benjamin Hembus („Brief an mein Leben“, ZDF/Bavaria Filmproduktion), Andreas Radtke („Der Fall Barschel“, ARD/Degeto/Zeitsprung Pictures) und Claudia Wolscht („Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“, ARD/WDR/Degeto/Wiedemann & Berg) und überzeugt.

„Beste Musik“: Für einen preiswürdigen Soundtrack sorgten Manu Kurz und Alexander Masche in der Serie „Morgen hör ich auf“ (ZDF/Network Movie),, Heiko Maile im Dreiteiler „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack) sowie Sven Rossenbach und Florian van Volxem in „Das weiße Kaninchen“ (SWR/ffpnewmedia).

„Beste Ausstattung“: In dieser Kategorie sind die Szenenbildner Julian Augustin und Pierre Pfundt  für „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction), ihr Kollege Matthias Müsse für „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack), die Kostümbildnerin Maria Schicker und der Szenenbildner Lars Lange für „Ku‘damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) nominiert.


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Pressemeldung zu den Nominierungen 2016/17 [PDF]

Liste der Nominierungen 2016/17 [PDF]


Der Deutsche Fernsehpreis 2017

Termin: 2. Februar 2017, TV-Zusammenfassung als „leute heute Spezial“ (ZDF)
Ort: Rheinterrasse Düsseldorf
Gastgeberin: Barbara Schöneberger
Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises wird am 2. Februar 2017 unter der turnusgemäßen Federführung des ZDF in der Düsseldorfer Rheinterrasse stattfinden. Erst an diesem Tag entscheidet die Jury, welche der nominierten Programme und TV-Leistungen mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet werden.

Akkreditierung: In der Düsseldorfer Rheinterrasse steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung. Die Presseeinladung zur Akkreditierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Barbara Schöneberger moderiert den Deutschen Fernsehpreis 2017 im ZDF
Preis-Gala und Branchentreff am 2. Februar / „leute heute“ berichtet

Barbara Schöneberger
Barbara Schöneberger Foto: RTL/Willi Weber

Am 2. Februar ist es soweit: Barbara Schöneberger moderiert zum zweiten Mal den Deutschen Fernsehpreis, der – wie im Vorjahr – in der Düsseldorfer Rheinterrasse stattfinden wird.

Der Deutsche Fernsehpreis wird getragen von RTL, Pro7/Sat.1, WDR und dem ZDF, das in diesem Turnus die Federführung und damit auch die Ausrichtung des Preises übernommen hat.

„Ich freue mich, dass das ZDF den Deutschen Fernsehpreis 2017 ausrichtet“, so ZDF-Intendant Thomas Bellut, der in diesem Jahr der Vorsitzende der vier Stifter ist: „Und ich freue mich auf einen Abend, an dem es ausschließlich um die Qualität unserer Programme gehen wird und an dem die Exzellenz unserer Macherinnen und Macher, denen wir diese Programme verdanken, im Vordergrund steht.“

Der Preis war im letzten Jahr nach kurzer kreativer Pause neu aufgelegt worden, die Sender hatten sich von einer Live-Übertragung verabschiedet, und der Preis war von Köln nach Düsseldorf umgezogen. In diesem Jahr werden die Höhepunkte der Preisverleihung in einer Zusammenfassung als „leute heute Spezial“ am späteren Abend im ZDF zu sehen sein.

Die Verantwortung für die Gala liegt bei ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann, mit der Durchführung der Veranstaltung wurde erneut Kimmig Entertainment beauftragt. Das Ständige Sekretariat in Köln ist mit der Programmrecherche und der Begleitung der Juryarbeit betraut.

Träger des Preises ist die Deutsche Fernsehpreis GmbH. Gesellschafter und Stifter sind Thomas Bellut (ZDF, Vorsitz), Frank Hoffmann (RTL), Tom Buhrow (WDR) und Kaspar Pflüger (SAT.1). Den Beirat bilden der Stellvertretende ZDF-Programmdirektor Reinhold Elschot (Vorsitz), WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger und, neu in der Runde, Sven Pietsch, Senior Vice President Factual und Chefredakteur der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH. Die Geschäftsführung liegt weiterhin in den Händen von Dirk Jander (WDR).

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ZDF /StS

Kontakt:
ZDF-Programmkommunikation
Stefan Unglaube
Tel. 06131-7012-186
Email: unglaube.s@zdf.de
Ständiges Sekretariat
Der Deutsche Fernsehpreis
Tel. 0221-454-3032
Email: presse@deutscher-fernsehpreis.de

Der Deutsche Fernsehpreis 2017 wird am 2. Februar erneut in Düsseldorf vergeben. ZDF übernimmt die Federführung

Köln, 3. August 2016   Die kommende Ausgabe des Deutschen Fernsehpreises wird am Donnerstag, dem 2. Februar 2017, erneut in der Düsseldorfer Rheinterrasse stattfinden. Das haben die Stifter des Deutschen Fernsehpreises – Dr. Thomas Bellut (ZDF/Vorsitz), Tom Buhrow (WDR), Frank Hoffmann (RTL) und Kaspar Pflüger (SAT.1) – beschlossen. Die Federführung für die Ausrichtung der Veranstaltung übernimmt turnusgemäß das ZDF.

Der Beiratsvorsitzende, Reinhold Elschot, Stellvertretender Programmdirektor des ZDF: „Nach der sehr gelungenen Verleihung zu Anfang diesen Jahres wurde im Kreis der Stifter und des Beirats beschlossen, den Deutschen Fernsehpreis auch 2017 in der nun gefundenen Form zu verleihen. Das ZDF freut sich auf die Ausrichtung des Deutschen Fernsehpreises 2017.“

Beim ersten Branchentreffen des kommenden Jahres werden im Rahmen einer Preis-Gala herausragende Produktionen, deren Macher und Darsteller in bis zu 25 Kategorien gewürdigt, wobei die kreativen Einzelleistungen wieder eigenständig ausgezeichnet werden. Die Programmauswahl liegt weiterhin bei drei Fachkommissionen für die Bereiche Fiktion, Unterhaltung und Information.

Träger des Preises ist die Deutsche Fernsehpreis GmbH, vertreten durch deren Geschäftsführung und Beirat. Den Beirat bilden der Stellvertretende ZDF-Programmdirektor Reinhold Elschot (Vorsitz), WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger und, neu in der Runde, Sven Pietsch, Senior Vice President Factual und Chefredakteur der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH. Die Geschäftsführung liegt weiterhin in den Händen von Dirk Jander (WDR).

Mit der Federführung übernimmt das ZDF auch die Ausrichtung des Preises. Die Verantwortung für die Gala liegt bei Oliver Heidemann, dem Show-Chef des ZDF. Mit der Durchführung der Veranstaltung wurde erneut Kimmig Entertainment beauftragt. Das Ständige Sekretariat in Köln ist weiterhin u.a. mit der Programmrecherche und der Begleitung von Fachkommissionen und Jury betraut.

Der Deutsche Fernsehpreis
Ständiges Sekretariat
Hartmut Schultz
T: 0221 454 3032
presse@deutscher-fernsehpreis.de
www.deutscher-fernsehpreis.de

Trauer um Götz George

Der Schauspieler Götz George ist im Alter von 77 Jahren verstorben.

2013 stand er gemeinsam mit seinem Bruder auf der Fernsehpreisbühne, um den Preis der Besonderen Leistung für „George“, das Dokudrama über ihren Vater Heinrich George, entgegenzunehmen.

Als er 2007 von den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk gewürdigt wurde, schrieb der ehemalige WDR-Fernsehspielchef Gunther Witte: „Götz George ist ein großer Schauspieler und durch seine hervorragenden Leistungen ein wirklich deutscher Star. Und er ist ein ungewöhnlicher Mensch.“ Der Deutsche Fernsehpreis trauert um ihn.

Trauer um Erika Berger

Erika Berger
Erika Berger

Wir trauern um Erika Berger, die dem Deutschen Fernsehpreis sehr verbunden war. Zudem gehörte ihr 2007 verstorbener Ehemann Richard Mahkorn zu den Gründungsbeiräten des Deutschen Fernsehpreises. Unser tiefes Mitgefühl gehört allen Angehörigen und Freunden der Verstorbenen.

Der Deutsche Fernsehpreis gibt die Preisentscheidungen 2016 bekannt.

Ein spannendes Fernsehjahr: Exzellenz im Bewährten – neue Formate, neue Gesichter, neue Erzählweisen

Köln/Düsseldorf, 13.01.2016.  Der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis wurde am heutigen Mittwoch, dem 13. Januar 2016, in den Düsseldorfer Rheinterrassen verliehen. Am selben Tag hatte die unabhängige, elfköpfige Fach-Jury unter dem Vorsitz von TV-Spielfilm Chefredakteur Lutz Carstens in insgesamt 21 Kategorien die diesjährigen Preisträger in den Programmfeldern Information, Unterhaltung und Fiktion ermittelt.

„Die Aufgabe der Jury war es, aus über 800 Programmvorschlägen die besten und erfolgreichsten Produktionen und Leistungen des zurückliegenden Fernsehjahres auszuwählen und auszuzeichnen“, so der Juryvorsitzende Lutz Carstens. „In der Information haben wir Programmleistungen ausgezeichnet, die nah an den Menschen die politischen Geschehnisse und den gesellschaftlichen Alltag analysiert und eingeordnet haben. In der Unterhaltung haben wir einen Generationswechsel erlebt und auf eine neue Riege von Formaten und Entertainern gesetzt. In der Fiktion haben wir hervorragende Produktionen und Einzelleistungen prämiert, die für die gelungene Verbindung von Qualität und Publikumserfolg stehen. Ein insgesamt außerordentlich spannendes Fernsehjahr, das uns mit neuen Formate, neuen Gesichtern und Erzählweisen überrascht und mit Exzellenz im Bewährten überzeugt hat.“

Die Entscheidungen im Einzelnen:


Information und Sport

Beste Information: „An der Grenze“
Die Information hat die Jury dem großen Thema der Flüchtlingskrise gewidmet: Der Fernsehpreis geht an „An der Grenze – 24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise“ (N24/Welt) und gewinnt vor „Der Flüchtlingsreport“ (ARD/HR/BR) und dem „Thementag Flüchtlinge“ bei RTL vom 31.08.15 (RTL/infoNetwork).

Beste Persönliche Leistung Information: Michel Abdollahi
Unter den TV-Journalisten bzw. -Journalistinnen, die mit Engagement und Haltung überzeugt haben, entschied sich die Jury für Michel Abdollahi und seine Straßenaktionen im Kulturjournal sowie seine Reportage „Im Nazidorf“ (NDR), der sich damit gegen Dunja Hayali für ihre Interviews bei der Erfurter AfD-Demonstration im ZDF Morgenmagazin (ZDF) und Anja Reschke für ihren Tagesthemen-Kommentar „Flüchtlinge – Hetze im Netz“ vom 5.8.15 (ARD/NDR) durchsetzen konnte.

Bestes Infotainment / Beste Talksendung: „Menschen bei Maischberger“
„Menschen bei Maischberger“ (ARD/WDR/Vincent TV) überzeugte die Jury als lebendiger Ort für Gespräch und Einordnung aktueller Geschehnisse und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Auszeichnung berücksichtigt in besonderer Weise auch die Redaktionsleistung. Außerdem waren nominiert: „Hart aber fair – Jetzt reden die Helfer“ (ARD/Ansager & Schnipselmann) für die Sendungen vom 9.11.2015 und „Markus Lanz“ (ZDF/Fernsehmacher/MHOCH2 TV).

Beste Dokumentation / Reportage: „Asternweg – Eine Straße ohne Ausweg“
Hier gewinnt die Langzeitbeobachtung „Asternweg – Eine Straße ohne Ausweg“ aus der Reihe „Die große Samstagsdokumentation“ (VOX/99 pro Media), die den Menschen in einem sozialen Brennpunkt in Kaiserslautern auf Augenhöhe begegnet. Nominiert waren außerdem: „die story im Ersten: Todesflug MH 17 – Warum mussten 298 Menschen sterben?“ (ARD/WDR/NDR/SZ) und „Sie mussten die Hölle sehen – Auf der Flucht vor Boko Haram“ (RTL/EIKON Nord).

Bester Sportjournalismus: Hajo Seppelt für „Geheimsache Doping“
Hajo Seppelts Recherchen in „Geheimsache Doping. Im Schattenreich der Leichtathletik“ und „Wie Russland seine Sieger macht“ im Rahmen der ARD Sportschau (ARD/WDR) markieren einen Wendepunkt  für den Sport und die Grundlagen seiner medialen Verwertung. Hajo Seppelt gewinnt damit vor „die story im Ersten: Der verkaufte Fußball – Sepp Blatter und die Macht der FIFA“ (ARD/WDR/SWR) und „sport inside“ (WDR).


Unterhaltung

Beste Comedy / Kabarett: „Die Anstalt“
Mit sicherer Themensetzung und schonungsloser Analyse überzeugte die live gesendete Politsatire „Die Anstalt“ (ZDF/redspider networks) mit Max Uthoff und Claus von Wagner. Nominiert waren außerdem: „PussyTerror TV“ mit Carolin Kebekus (WDR/Brainpool TV) und „Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“ mit Olli Dittrich (ARD/beckground tv).

Beste Unterhaltung Primetime: „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“
In der Unterhaltung geht der Deutsche Fernsehpreis an „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“ (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany). Mit ihren Challenges setzen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf Maßstäbe in der Unterhaltung und gewinnen vor dem Casting-Klassiker „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) und dem Vorjahresgewinner „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany).

Beste Moderation Unterhaltung: Barbara Schöneberger
Unter den Alleskönnern der Fernsehunterhaltung entscheidet sich die Jury für Barbara Schöneberger und ihre Moderation von „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen ALLE“ (RTL/i&u). Nominiert waren außerdem: Steven Gätjen für die Moderation von „Schlag den Raab“ (ProSieben/Brainpool TV/Raab TV) und Florian Silbereisen für die Moderation von „Die Besten im Sommer“ sowie „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ (ARD/MDR/Jürgens TV).

Beste Unterhaltung Late Night: „NEO MAGAZIN Royale“
In der Late Night begeistert das  „NEO MAGAZIN Royale“ (ZDF/ZDFneo/bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann nicht nur das junge Publikum, sondern auch die Jury und macht damit das Rennen vor „Circus HalliGalli“ (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany) und der Neuerscheinung „Ponyhof“ (TNT Glitz/Endemol Shine Germany).

Bestes Factual Entertainment: „Die Höhle der Löwen“
Gründer und Erfinder stellen sich und ihre Unternehmensidee hier dem Realitätscheck:  „Die Höhle der Löwen“ (VOX/Sony Pictures) gewinnt vor „Das Jenke-Experiment“ (RTL/info Network/Redaktion EXTRA) und „Kessler ist…“ (ZDF/ZDFneo/ITV Studios Germany).

Fiktion

Bester Fernsehfilm: „Nackt unter Wölfen“
In einem starken fiktionalen Jahr entscheidet sich die Jury im Fernsehfilm für das KZ-Drama „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction), einer gleichermaßen eindringlichen wie eindruckvollen Umsetzung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz. Außerdem waren nominiert: „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/Riva Filmproduktion), „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie), „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie).

Beste Serie: „Club der roten Bänder“
In der Serie entschied sich die Jury für den Überraschungserfolg „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay), die erste fiktionale  VOX-Eigenproduktion nach spanischem Vorbild. Zur Wahl standen zudem  „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films).

Beste Schauspielerin: Ina Weisse für „Ich will dich“ und „Ein großer Aufbruch“
Ina Weisse überzeugte die Jury gleich zwei Rollen: „Ich will dich“ (ARD/Arte/Constantin Television) und „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie). Sie setzte sich damit durch gegen Iris Berben für „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Henriette Confurius für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television), Maria Simon für „Silvia S. – Blinde Wut“ (ZDF/UFA Fiction) sowie Antje Traue für „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television).

Bester Schauspieler: Jonas Nay für „Deutschland 83“ und „Tannbach“
Als Durchstarter des Jahres prägt Jonas Nay gleich zwei Produktionen des zurückliegenden Fernsehjahres: „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television). Er wird Bester Schauspieler und kann sich gegen die ebenfalls herausragenden Leistungen von Charly Hübner für „Bornholmer Straße“ (ARD/Degeto/UFA Fiction) und „Der verlorene Bruder“ (ARD/Claussen+Putz), Tobias Moretti für „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ (ARD/Roxy Film), „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Friedrich Mücke für „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und Florian Stetter für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction) durchsetzen.

Beste Regie: Lars Becker für „Zum Sterben zu früh“
Der Ausnahme-Regisseur Lars Becker erhält den Fernsehpreis für die Regie von „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie). Nominiert waren zudem Matti Geschonneck für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE) und Philipp Kadelbach für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction).

Bestes Buch: Magnus Vattrodt für „Ein großer Aufbruch“ und „Das Zeugenhaus“
Der Preis für das Beste Buch geht an Magnus Vattrodt für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE). Er überzeugte vor Stefan Kolditz für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction) und Anna Winger für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction).

Beste Kamera: Ngo The Chau für „Zum Sterben zu früh“
Ngo The Chau wird für seine kongeniale Bildgestaltung in „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie) ausgezeichnet. Nominiert waren zudem Philipp Haberlandt und Frank Küpper für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) sowie Martin Langer für „Ein großer Aufbruch (ZDF/Network Movie).

Bester Schnitt: Ulf Albert für „Altersglühen“
Der Beste Schnitt geht an Ulf Albert für das Improvisationsstück „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/Riva Filmproduktion). Mit ihm nominiert waren Heike Gnida für „Blochin – Die Lebenden und die Toten“ (ZDF/REAL FILM Berlin) und Bernd Schlegel für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction).

Beste Musik: Stefan Will und Marco Dreckkötter für „Mordkommission BERLIN 1“
Stefan Will und Marco Dreckkötter gewinnen mit ihrem klassisch und zugleich modernen Score, für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und setzen sich durch gegen  Jens Oettrich für „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay Productions) und Fabian Römer für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television).

Beste Ausstattung: Max Wohlkönig, Matthias Müsse und Tilman Lasch für „Mordkommission BERLIN 1“
In der Ausstattung gewinnen Max Wohlkönig (Kostümbild), Matthias Müsse und Tilman Lasch (Szenenbild) ebenfalls für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television), vor Gabriele Binder (Kostümbild) und Knut Loewe (Szenenbild) für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television) und Peri de Braganca (Kostümbild), Thomas Franz (Szenenbild) und Denis Behnke (VFX) für „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“ (RTL/Zeitsprung Pictures).

„Förderpreis“ für Filmemacher Hubertus Koch
Mit seiner Reportage „Süchtig nach Jihad – Der Film eines kleinen Jungen“,  die auch bei YouTube zu sehen war, überzeugte Hubertus Koch die Jury auf Anhieb. Um Informationen aus erster Hand und von den Menschen vor Ort zu bekommen, ist Koch bereit, hohe Risiken einzugehen. Koch bricht scheinbar alle Reporterregeln, geht ohne Filter und Kalkül mit der Kamera los und erreicht so eine seltene Unmittelbarkeit. Mit dem Förderpreis 2016, der mit 15.000 Euro dotiert ist, unterstützt die Jury einen Jungreporter, der das eigene Erleben zum Antrieb seiner Filme macht.

„Ehrenpreis der Stifter“ für Günter Wallraff
Der Ehrenpreis der Stifter des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES 2016 ging an den Journalisten und Schriftsteller Günter Wallraff. Wie kein Zweiter hat sich der heute 73-Jährige in seinem über 50-jährigen Berufsleben um den investigativen Journalismus in Deutschland verdient gemacht.

Zur Statistik:
Nach den heutigen Juryentscheidungen ergibt sich folgendes Bild: Das ZDF erhält insgesamt 7 Preise, die ARD kommt auf 6 Preise, VOX erhält 3 Preise, RTL und SAT.1 erhalten je 2 Preise und je ein Preis geht an ProSieben und N24. Jeweils über 2 Auszeichnungen können sich die Produktionen „Ein großer Aufbruch“, „Zum Sterben zu früh“ und „Mordkommission BERLIN 1“ freuen. Bei den Produktionsfirmen liegen Network Movie mit 4, Wiedemann & Berg mit 3 sowie UFA Fiction mit 2 Nennungen vorn.

Die Jury:
Lutz Carstens, Chefredakteur TV Spielfilm (Vorsitzender)
Steffen Hallaschka, Moderator
Jan Köppen, Moderator
Dr. Beatrice Kramm, Vorsitzende der Geschäftsführung & Produzentin Polyphon Film- und Fernseh-GmbH
Jakob Krebs, Geschäftsführer dctp & Leitung dctp.tv
Ulrike Kriener, Schauspielerin
Thomas Lückerath, Chefredakteur & Geschäftsführer DWDL Medienmagazin
Peter Nadermann, Produzent & Geschäftsführer Nadcon Film GmbH
Nicole Rosenbach, freie Fernsehautorin
Wilfried Urbe, freier Medienjournalist
Volker Weicker, Regisseur

DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. In diesem Jahr liegt die Federführung des Branchentreffens bei RTL. Ausführende Produktionsfirma ist Kimmig Entertainment GmbH. Die Nominierungen des Deutschen Fernsehpreises umfassen einen Zeitraum von September 2014 bis Dezember 2015.


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Liste der Preisträger 2016 [PDF]


Hier finden Sie die Preisträger der Vorjahre:

2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999

Pressekontakt:
Der Deutsche Fernsehpreis – Ständiges Sekretariat, Hartmut Schultz, Tel. 0221 – 454 3032, presse@deutscher-fernsehpreis.de,
RTL-Kommunikation, Anke Eickmeyer, Tel. 0221-4567 4244, anke.eickmeyer@mediengruppe-rtl.de