Köln, 27. September 2012 – Seit 2010 hat die Jury des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES die Möglichkeit, bis zu drei herausragende Einzelleistungen durch die gesetzten Kategorien „Besondere Leistungen“ auszuzeichnen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an zwei Produzenten: Im Bereich „Fiktion“ wird der Kölner Produzent und Action-Spezialist Hermann Joha geehrt, in der „Information“ der Hamburger Produzent Stephan Lamby.

„Die beiden Preisträger sind – jeder in seinem Metier – außergewöhnliche Produzenten“, erklärt die Juryvorsitzende Christiane Ruff die Entscheidung. „Stephan Lamby hat uns durch seine präzisen Dokumentationen im Bereich Wirtschaft und Politik, und nicht zuletzt durch seine umfassende Begleitung der Eurokrise überzeugt. Hermann Joha ist seit vielen Jahren der unangefochtene Action-Spezialist in Deutschland und ist mit seinen Produktionen weltweit präsent.“

Die Vergabe der Preise an Stephan Lamby und Hermann Joha findet im Rahmen der 14. Verleihung des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES am 02. Oktober 2012 im Coloneum Köln statt. Über die Preisträger in weiteren 13 Kategorien entscheidet die unabhängige Jury erst am Tag der Gala. Das ZDF strahlt den DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2012 am 04. Oktober ab 20:15 Uhr aus.

Aus der Begründung der Jury:

Stephan Lamby

Seit vielen Jahren sorgt Stephan Lamby als Produzent, Autor und Interviewer von präzisen Dokumentationen im Bereich Wirtschaft und Politik für Orientierung und Aufklärung. In Sachen Finanzkrise ist er seit 2008, in Sachen Eurokrise seit 2011 der Experte. Im vergangenen Fernsehjahr beschäftigte sich Stephan Lamby mit Dokumentationen wie „Der große Euro-Schwindel – wenn jeder jeden täuscht“ (ARD) oder „Der Domino-Effekt – kippt der Euro?“ (ZDF/Arte) ausgiebig mit den Ereignissen in Brüssel, Athen und Frankfurt. Acht Monate hat er gemeinsam mit Autor Michael Wech die wichtigsten politischen Akteure des Krisenmanagements begleitet. Doch nicht nur die aktuellen Geschehnisse sind relevant. Auch die Frage, wie es überhaupt zur Krise kommen konnte, wird ausführlich beantwortet.

Stephan Lamby wurde 1959 in Bonn geboren und studierte in Marburg und Hamburg Germanistik und Anglistik. Er arbeitete als freier Journalist in New York und als stellvertretender Chefredakteur bei Radio 107 in Hamburg. Seit 1992 war Stephan Lamby beim Fernsehmagazin der ZEIT zunächst stellvertretender Redaktionsleiter und Moderator, später Redaktionsleiter. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der ECO Media TV-Produktion. Zu seinen herausragenden Filmen zählen auch Dokumentation über Helmut Kohl, Fidel Castro, Henry Kissinger, Joschka Fischer, Angela Merkel und Peer Steinbrück.

Hermann Joha

Action und Stunts sind sein Leben: Hermann Joha, geboren 1960 in Lohr am Main, startete seine Karriere als Stuntprofi im Alter von 17 Jahren, als er sich Ende der 70er-Jahre der englischen Autoartisten-Gruppe „Hell Drivers“ anschließt. 1982 gründet er seine erste eigene Stuntfirma „Driving Unit“, mit der er an TV-Produktionen wie „Die Wache“ (RTL), „Großstadtrevier“ (ARD) oder „Eurocops“ (ZDF) beteiligt ist. Zehn Jahre später übernimmt Joha mit Gründung der „action concept Film- und Stuntproduktion GmbH“ dann die Second Unit der Erfolgsserie „Alarm für Cobra 11“. Seit 1997 produziert er die erfolgreichste deutsche Actionserie selbst, die aktuell in der 21. Staffel ausgestrahlt wird. Es folgen Erfolgsproduktionen wie „Der Clown“ oder „Lasko“. Hermann Johas jahrzehntelange Erfahrung im Stuntsektor und sein eingespieltes Team wurden in den letzten Jahren mehrfach mit dem „World Stunt Award“, dem begehrten Stunt-Oscar für die beste Action in einem ausländischen Film, ausgezeichnet. Seine Filme und Serien begeistern in 140 Ländern die Menschen. 2012 war „action concept“ als Co-Produzent an der Hollywood-Produktion „Rush“ von Oscar-Preisträger Ron Howard beteiligt.