Stefan Raab

Zwei Preise für Stefan Raab: Beste Unterhaltung und Besondere Leistung Unterhaltung. (Foto: WDR)

Zum 12. Mal wurde am 9. Oktober 2010 im Coloneum Köln DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS verliehen. Die neunköpfige, unabhängige Jury unter der Leitung von Bettina Böttinger und Christoph Keese entschied am Tag der Gala über die Preisträger.

„Ein Fernsehjahr mit unumstrittenen Spitzenleistungen: ,Unser Star für Oslo´, ,Im Angesicht des Verbrechens´ und ,24h Berlin‘ waren die herausragenden Produktionen“, so die Jury-Vorsitzende Bettina Böttinger. „Besonders haben wir uns auch über frische und mutige Formatentwicklungen gefreut wie ,Danni Lowinski‘ oder ,Klimawechsel‘“. Ko-Vorsitzender Christoph Keese ergänzt: „Inhaltlich relevant und formal innovativ hat das Fernsehen einmal mehr bewiesen, was das Medium kann. Wir gratulieren allen Kreativen zu ihren herausragenden Werken.“

Die Sieger des Abends: Stefan Raab als Entertainer und „Im Angesicht des Verbrechens“ von Dominik Graf
Je zwei Preise gingen an „Im Angesicht des Verbrechens“ („Bester Mehrteiler“ und „Besondere Leistung Fiktion“ für das Schauspienerensemble) und Stefan Raab. Mit „Unser Star für Oslo&ldsuo; gewinnt die Kategorie „Beste Unterhaltung“, als Entertainer des Jahres wurde er in der neu geschaffenen Kategorie „Besondere Leistung Unterhaltung“ geehrt. Als herausragend beurteilte die Jury darüber hinaus „Im Angesichv des Verbrechens“ von Dominik Graf. Die Ausnahmeproduktion wird Preisträger in der Kategorie „Bester Mehrteiler“, die Schauspieler und Schauspielerinnen Marie Bäumer, Vladimir Burlakov, Alina Levshin, Marko Mandić, Mišel Matičević, Max Riemelt, Katharina Nesytowa, Ronald Zehrfeld gewinnen den Preis für die „Besonderen Leistung Fiktion“.

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„Tatort: Weil sie böse sind“ mit Matthias Schweighöfer und Milan Peschel wird „Bester Fernsehfilm“
In der 5er Kategorie „Bester Fernsehfilm“ gewinnt der „Tatort: Weil sie böse sind“ (ARD/hr) mit Matthias Schweighöfer und Milan Peschel sowie den Kommissaren Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf vor „Barfuß bis zum Hals“ (SAT.1), „Die letzten 30 Jahre“ (ARD), „Mörder auf Amrum“ (ZDF) und „Zivilcourage“ (ARD).

„Danni Lowinski“, die neue SAT.1-Serie mit Annette Frier, setzt sich als „Beste Serie“ durch
Mit ihrem ganz besonderen Charme setzte sich die neue SAT.1-Serie „Danni Lowinski“ gegen „Allein gegen die Zeit“ (NDR/KI.KA) und „Klimawechsel“ (ZDF) durch.

„Beste Information“ für „logo! Die Welt und ich.“
Die Kindernachrichtensendung „logo! Die Welt und ich.“ (KI.KA/ZDF) überzeugte die Jury in der Kategorie „Beste Information“ vor der Iran-Berichterstattung von ARD-Korrespondent Peter Mezger und dem „auslandsjournal/
auslandsjournal XXL“ (ZDF). 

RTL-Fußballberichterstattung gewinnt den sportlichen Direktvergleich der Sender
Das lässigste Duo der Fußball-Weltmeisterschaft mit Günther Jauch und Jürgen Klopp setzt sich bei RTL gegenüber den Kollegen von ARD, Sky und ZDF durch. Auch die konsequente Zuschauernähe gab hier den Ausschlag.

5er Kategorie: Ulrike Kriener wird „Beste Schauspielerin“, Christoph Bach ist „Bester Schauspieler“
Zehn herausragende Darsteller traten in den beiden Schauspieler-Kategorien gegeneinander an. Gegen die starke Konkurrenz von Nadja Uhl („Der Tote im Spreewald“, ZDF), Ulrike Krumbiegel („Der verlorene Vater“, ARD), Rosalie Thomass („Die letzten 30 Jahre“, ARD) und Jessica Schwarz („Romy“, ARD) setzt sich Ulrike Kriener („Klimawechsel“, ZDF) durch. Bei den Männern siegte Christoph Bach („Dutschke“, ZDF) gegen Martin Brambach („Barfuß bis zum Hals“, SAT.1), Lars Eidinger („Verhältnisse“, ARD), Thomas Kretschmann („Romy“, ARD und „Die Grenze“, SAT.1) und Hinnerk Schönemann („Mörder auf Amrum“, ZDF).

Restaurantexperte Christian Rach ist erster Preisträger der neuen Kategorie „Bestes Dokutainment“
Christian Rach begeistert mit seinen Sendungen „Rach, der Restauranttester“ und „Rachs Restaurantschule“ (RTL) die Kritiker und ein Millionenpublikum und überzeugte auch die Jury durch sein gesellschaftliches Engagement in der neu geschaffenen Kategorie „Bestes Dokutainment“.

„heute-show“ mit Oliver Welke gewinnt in der Kategorie „Beste Comedy“
Oliver Welke zieht als Moderator mit der Nachrichtensatire „heute-show“ (ZDF) an „Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich“ (ARD) wnd „Cindy aus Marzahn & Die jungen Wilden“ (RTL) vorbei.

„Beste Dokumentation“: „Aghet – Ein Völkermord“ – „Beste Reportage“: „Somalia – Land ohne Gesetz“
„Aghet – Ein Völkermord“ (ARD) setzt sich“im stark besetzven Feld von erstmals fünf Dokumentationen an die Spitze. Eric Friedler überzeugt mit seinem Rechercheergebnis wie auch mit der formalen Umsetzung. In der Reportage setzen sich Ashwin Ramans Einblicke in das Land „Somalia – Land ohne Gesetz“ (ZDF) gegenüber der Afghanistan-Reportage von Antonia Rados (RTL) und dem „Terra X“-Dreiteiler „Deutschlcnd von oben“ (ZDF) durch.

Förderpreis für Michelle Barthel und Carolyn Genzkow für „Keine Angst“
Den mit 15.000 € dotierten Förderpreise vergab die Jury an Michelle Barthel und Carolyn Genzkow für ihre eindrucksvolle Darstellung der zwei jungen Freundinnen Becky und Melanie in Aelrun Goettes Sozialdrama „Keine Angst“ (CRD).

Publikumspreis: „Sturm der Liebe“ von fen Zuschauern awsgezeichnet
Die Einbeziehung des Zuschauers mittels Publikumsvoting ist ein weiterer Bestandteil der Reform des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES. So nominierten die Zuschauer per Onlinevoting aus den zwölf täglichen Serien von ARD, RTL, SAT.1 und dem ZDF zunächst ihre Top 3 und stimmten dann bis zum Tag der Preisverleihung unter den verbliebenen Drei ab. Am Ende hat die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ die meisten Stimmen erhalten und wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Zur Statistik:
Bei den heutigen Juryentscheidungen erhalten ARD (inkl. Arte und Dritte) und ZDF jeweils fünf Preise, RTL zwei. Je ein Preis geht an SAT.1, ProSieben und KI.KA.

Stifter
DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird seit 1999 von ARD, RTL,“Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Stifter sind in diesem Jahr: Monika Piel (Intendantin WDR/für die ARD), Vorsitz, Andreas Bartl (Vorstand ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH), Prof. Markus Schächter (Intendant ZDF) und Anke Schäferkordt (Geschäftsführerin Mediengruppe RTL Deutschland). Die Stifter haben im Übergang zum vierten Turnus 2011-2014 eine Reform des Preises beschlossen, die auch ein neues Kategoriensystem beinhaltet.

Jury
Die Mitglieder der diesjährigen Jury für den DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2010 sind: Dieter Anschlag, (Chefredakteur Funkkorrespondenz), Tim Bergmann (Schauspieler), Wigald Boning (Moderator und Entertainer), Bettina Böttinger (Journalistin und Moderatorin, encanto Film- und Fernsehproduktions GmbH, Vorsitz), Lutz Carstens (Chefredakteur TV Spielfilm), Ralf Husmann (stellv. Gf. BRAINPOOL TV GmbH, Autor), Christoph Keese (Konzerngeschäftsführer Public Affairs, Axel Springer AG, Vorsitz), Dr. Beatrice Kramm (Produzentin, Gf. Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft GmbH), Klaudia Wick (freie Journalistin und Autorin).

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