Deutscher Fernsehpreis 2018: „Das Jahr der Serien“

Die Experten-Jury hat die herausragenden Produktionen und Personen des Fernsehjahres 2017 in den fiktionalen Kategorien nominiert. Barbara Schöneberger moderiert die Verleihung am 26. Januar in Köln.

Köln, 19. Dezember 2017 – Der Deutsche Fernsehpreis wird 2018 in insgesamt 24 Kategorien verliehen. Eine 14-köpfige unabhängige Jury unter der Leitung von TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens nominierte zunächst die besten Produktionen und Einzelleistungen des Jahres 2017 in den fiktionalen Kategorien. Die Nominierungen in den non-fiktionalen Kategorien erfolgen im Januar. Die Entscheidung über die Preisträger fällt erst am Tag der Verleihung. Darüber hinaus vergeben die Stifter einen Ehrenpreis. Die Gala zum Deutschen Fernsehpreis findet am 26. Januar im Kölner „Palladium“ statt und wird auch 2018 von Barbara Schöneberger moderiert.

„2017 war ein enorm starkes Fernsehjahr, was sich insbesondere an den herausragenden Produktionen in den Kategorien Fernsehfilm und Mehrteiler und vor allem bei den Serien festmachen lässt“, so der Jury-Vorsitzende Lutz Carstens. „Es waren vor allem die horizontal erzählten Drama-Serien, die uns begeistert haben, und wunderbare Comedy-Serien, die mit Tempo und Schwung daherkommen. Dem hat die Jury mit zwei Serien-Kategorien Rechnung getragen. Und die exzellenten Einzelleistungen in Schauspiel, Regie, Drehbuch, Kamera und Schnitt bis hin zu Musik und Ausstattung setzten gerade hier ebenfalls neue Maßstäbe. In der Geschichte des Fernsehpreises kann 2017 ohne Übertreibung als Jahr der starken Serien gelten.“

Neben dem Vorsitzenden Lutz Carstens gehörten der Jury 2018 folgende Expertinnen und Experten an: Christian Becker (Produzent, Rat Pack Filmproduktion), Steffen Hallaschka (Moderator und Fernsehjournalist), Bettina Josmann (Producerin, Caligari Entertainment), Jan Peter Lacher (Bereichsleiter Programmplanung RTL, Leiter RTLplus), Peter Nadermann (Produzent, Geschäftsführer Nadcon), Stephanie Prehn (Programm Manager Show SAT.1), Diemut Roether (Journalistin, verantwortliche Redakteurin „epd medien“), Christiane Ruff (Geschäftsführerin ITV Studios Germany), Jürgen Schulte (Geschäftsführer Ansager & Schnipselmann, klarlogo), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest), Wilfried Urbe (Journalist), Stefan Wirtz (HA Programm-Management WDR) sowie Frank Zervos (CvD Programmdirektion ZDF).

Die Nominierungen in den Werkkategorien im Programmbereich „Fiktion“

„Bester Fernsehfilm“: Bei den Einzelstücken nominiert die Jury das historische Biopic „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film) mit Karoline Schuch in der Titelrolle und Devid Striesow als Martin Luther, das Familiendrama „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/arte/Lailaps Pictures) u.a. mit Rosalie Thomass und Gisela Schneeberger sowie das zeitgeschichtliche Drama „Zuckersand“ (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film) von Dirk Kummer.

„Bester Mehrteiler“: Bei den Mehrteilern entschied sich die Jury für drei starke politische Stücke wie das Drama „Brüder“ (ARD/SWR) mit Edin Hasanović in der Rolle eines deutschen „IS“-Kämpfers, der Spionage-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) mit Tom Schilling und Ben Becker sowie der Politthriller „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion) mit Nadja Uhl und Hanno Koffler.

„Beste Drama-Serie“: Hier überraschte das deutsche Fernsehen mit gleichermaßen fesselnden wie innovativen, horizontal erzählten Serien, wie das bildstarke Zwanzigerjahre-Epos „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) und die ebenso hochkarätig besetzte Geschichte der „Charité“ (ARD/MDR/ARD Degeto/UFA Fiction/MIA Film). Neben der Polit-Serie „Hindafing“ (BR/NEUESUPER) mit Maximilian Brückner als Provinzbürgermeister überzeugten nicht zuletzt „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) mit Julia Jentsch und „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film) mit Kida Khodr Ramadan und Frederick Lau mit Hochspannung und atmosphärisch dichten Milieustudien.

„Beste Comedy-Serie“: Der schwarze Humor von „Blaumacher“ (ZDFneo/ Dreamtool) mit Marc Ben Puch und Lisa Martinek konnte die Jury ebenso überzeugen wie der von „jerks.“ (ProSieben/maxdome/Talpa Germany) mit Christian Ulmen und Fahri Yardım. Als dritte Produktion wurde „Magda macht das schon!“ (RTL/Polyphon) mit Verena Altenberger in der Rolle der polnischen Altenpflegerin Magda Wozniak nominiert.

Die Nominierungen in den Personalkategorien im Bereich „Fiktion“

„Beste Schauspielerin“: In ganz unterschiedlichen Genres nominiert die Jury fünf Schauspielerinnen, die in der Lage sind, ganze Produktionen zu tragen. So überzeugte Liv Lisa Fries in „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film), während Julia Jentsch in „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) brillierte. Nach ihrem Auftritt in „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ (RTL/Zeitsprung Pictures) darf sich auch Anna Schudt Chancen auf eine Trophäe ausrechnen. Ebenfalls nominiert sind Nadja Uhl für „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion) und Felicitas Woll, die sowohl in „Nackt. Das Netz vergisst nie.“ (SAT.1/Westside/Meta Productions) als auch in „Das Nebelhaus“ (SAT.1/Wiedemann & Berg) zu sehen war.

„Bester Schauspieler“: Eine ebenso starke Aufstellung wählte die Jury mit Maximilian Brückner, der für die Serie „Hindafing“ (BR/NEUESUPER) und den Luther-Film „Zwischen Himmel und Hölle“ (ZDF/UFA Fiction/MIA Film) vor der Kamera stand. Edin Hasanović geht mit seiner Leistung in „Brüder“ (ARD/SWR) ins Rennen und Peter Kurth erhielt seine Nominierung für seine Rolle in „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film). Kida Khodr Ramadan überzeugte in „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film) und Tom Schilling in „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film).

„Beste Regie“: Hier sind Ausnahmeregisseure wie Marvin Kren für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film), Hans-Christian Schmid für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) sowie Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) für ihre herausragenden Leistungen als „Serien-Showrunner“ nominiert.

„Bestes Buch“: Als herausragende Autoren sind nominiert: Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad, Benjamin Hessler und Marvin Kren („4 Blocks“, TNT Serie/Wiedemann & Berg Film), Anne-Marie Keßel („Nackt. Das Netz vergisst nie.“, SAT.1/Westside/Meta Productions) sowie Hans-Christian Schmid und Bernd Lange („Das Verschwinden“, ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film).

„Beste Kamera“: Die folgenden Kameramänner und Kamerafrauen dürften den Deutschen Fernsehpreis ebenfalls fest im Blick haben: Eeva Fleig für „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool), Frank Griebe, Bernd Fischer und Philipp Haberlandt für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) sowie Judith Kaufmann für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und „Tatort: Amour fou“ (ARD/RBB/ Real Film Berlin).

„Bester Schnitt“: Für herausragende Leistungen im Bereich der Montage nominierte die Jury Jan Hille und Lars Jordan für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film), Darius Simaifar für „Alarm für Cobra 11“ (RTL/action concept) sowie Antje Zynga, Alexander Berner und Claus Wehlisch für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film).

„Beste Musik“: In der Musik nominierte die Jury die wiedererkennbaren und ihre Serie prägenden Kompositionen von Johnny Klimek und Tom Tykwer für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film), der Soundtrack der Band The Notwist für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) sowie die Musik von Stefan Will und Marco Dreckkötter für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film).

„Beste Ausstattung“: In dieser Kategorie sind Kostümbilder Pierre-Yves Gayraud und Szenenbildner Uli Hanisch für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) nominiert. Hinzu kommt Bernd Lepel, der das Szenenbild für „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) geschaffen hat. Darüber hinaus wurde die Kostümbildnerin Esther Walz aufgrund ihrer Arbeit für „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/ Conradfilm/Tellux Film) ausgewählt.

Ausgewertet nach nominierten Produktionen gehen acht Nennungen an „Babylon Berlin“, sechs Nennungen an „4 Blocks“, fünf Nennungen an „Das Verschwinden“ und vier Nennungen an „Der gleiche Himmel“. Im Vergleich der Werkkategorien nach Sendern gehen sechs Nennungen an die ARD, drei Nennungen an das ZDF. Je eine Nennung geht an RTL, ProSieben, Sky, TNT Serie, den BR und ZDFneo.

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Liste der Nominierungen Fiktion 2017/18 als PDF


Der Deutsche Fernsehpreis 2018

Termin: Freitag, 26. Januar 2018
Ort: Palladium Köln
Moderation: Barbara Schöneberger

Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die turnusgemäße Federführung liegt 2018 bei SAT.1.

Akkreditierung: Im Palladium Köln steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung.
Die Einladung zur Presseakkreditierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

2017-12-21T10:32:02+00:00