Die neunköpfige Jury unter der Leitung von Fernsehjournalistin und Autorin Klaudia Brunst wählte aus rund 1.000 Programmvorschlägen je drei in den 23 Fernsehpreiskategorien: So tritt nach dem Votum der Jury in der Königskategorie „Bester Fernsehfilm“ „Die Patriarchin“ (ZDF) mit Iris Berben und Ulrich Noethen – beide sind auch als Beste Schauspieler nominiert – gegen „Marias letzte Reise“ (ARD) mit Hauptdarstellerin Monica Bleibtreu und die effektreiche Sat.1-Familienkomödie „Das Gespenst von Canterville“ an.

Berlin/Köln, 6. September 2005
DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS gab heute in Berlin die Nominierungen 2005 bekannt.

Die neunköpfige Jury unter der Leitung von Fernsehjournalistin und Autorin Klaudia Brunst wählte aus rund 1.000 Programmvorschlägen je drei in den 23 Fernsehpreiskategorien:

So tritt nach dem Votum der Jury in der Königskategorie „Bester Fernsehfilm“ „Die Patriarchin“ (ZDF) mit Iris Berben und Ulrich Noethen – beide sind auch als Beste Schauspieler nominiert – gegen „Marias letzte Reise“ (ARD) mit Hauptdarstellerin Monica Bleibtreu und die effektreiche Sat.1-Familienkomödie „Das Gespenst von Canterville“ an. Erstmals sprach die Jury in diesem Jahr Nominierungen für die „Beste Krimi-Reihe“ aus. „Krimis sind im deutschen Fernsehen eine Klasse für sich. Mit dieser Kategorie möchte die Jury die herausragenden Einzelstücke der großen Krimi-Reihen in einem Wettbewerb direkt mit einander vergleichen“, so die Juryvorsitzende Klaudia Brunst. Nominiert wurden der „Tatort“ (ARD) mit der Folge „Herzversagen“ mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf, die ZDF-Reihe „Bella Block“ mit Hannelore Hoger und der Folge „Die Freiheit der Wölfe“ sowie „Polizeiruf 110“ (ARD) mit der Folge „Der scharlachrote Engel“ von Dominik Graf.
Der Regisseur Dominik Graf ist gleich mit zwei seiner Arbeiten vertreten. In der Kategorie „Beste Regie“ tritt er mit „Hotte im Paradies“ (ARD) gegen Matti Geschonneck mit „Mord am Meer“ (ZDF) und Hermine Huntgeburth mit „Der Boxer und die Friseuse“ (ARD) an. Insgesamt fallen die häufigsten Nennungen mit jeweils vier Nominierungen auf die Fernsehfilme „Hotte im Paradies“, „Marias letzte Reise“ sowie „Der Boxer und die Friseuse“. Für ihre Entscheidung in der Kategorie „Beste Informationssendung“ wird die Jury den Wahltag am 18. September abwarten, um aktuell zu beurteilen, wie der Bundestagswahlkampf im Fernsehen ausgetragen wurde. In der Kategorie „Beste Moderation einer Informationssendung“ stellte sie aber bereits Anne Will in den „Tagesthemen“, Claus Kleber im „heute journal“ und Thomas Kausch von den „Sat.1 News“ heraus. In der Kategorie „Beste Tägliche Serie“ würdigen die Juroren in diesem Jahr erstmals auch die populären Telenovelas. Hier fällt die Entscheidung zwischen Sat.1-Erfolgsformat „Verliebt in Berlin“ mit Alexandra Neldel, dem ZDF-Vorreiter „Bianca – Wege zum Glück“ mit Tanja Wedhorn und der seit elf Jahren erfolgreichen Daily Soap „Unter Uns“ u.a. mit Tanja Szewczenko, RTL.
Als „Beste Serie“ gehen die Berliner Polizisten von „Abschnitt 40“ (RTL) ins Rennen gegen „SOKO Leipzig“ (ZDF) und „München 7“ (BR). Die „Schillerstraße“ (Sat.1) mit Cordula Stratmann ist als „Beste Comedy“ nominiert, neben Christian Ulmens Rollenspielen in „Mein neuer Freund“ (Pro7) und „Pastewka in…“ (RTL), den Reisen von Bastian Pastewka nach Russland und anderswo.

Im Sportjahr 2004/2005 konzentrierten sich die Juroren in ihrer Nominierung auf die Leistungen der Moderation und Präsentation im Fußball: Sie nominierten Sebastian Hellmann für die Moderation von „Fußball: Bundesliga live“ (Premiere), Johannes B. Kerner, Béla Réthy, Jürgen Klopp, Urs Meier und Franz Beckenbauer für die Präsentation des „Confederations Cup: Halbfinale Deutschland – Brasilien“ (ZDF) sowie Oliver Welke und Werner Hansch für Moderation und Kommentierung der „UEFA Champions League“ (Sat.1). Im Sendervergleich führt (ohne die Informationskategorie) die ARD mit 26 Nominierungen, das ZDF folgt mit 21, Sat.1 mit 14, RTL mit 7, die Dritten und ProSieben mit jeweils 3 Nennungen und Premiere mit einer Nennung. Zum siebten Mal wird DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS am 15. Oktober 2005 im Kölner Coloneum verliehen. Erst an diesem Tag entscheidet die Jury, welche der 54 vorausgewählten Programme und TV-Leistungen mit dem DEUTSCHEN FERNSEHPREIS ausgezeichnet werden. Die Fernsehpreisgala wird am Sonntag, dem 16. Oktober, um 20.15 Uhr, in Sat.1 ausgestrahlt.

DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird seit 1999 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Mitglieder der Jury für den DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2005 sind: Klaudia Brunst (Vorsitzende), Prof. Thomas Schadt (stellvertretender Vorsitzender, Regisseur, Filmemacher und künstlerischer Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg), die Schauspielerin Ulrike Folkerts, Regisseur Roland Suso Richter, Autor und Filmemacher Alexander Adolph, die Produzenten Markus Brunnemann und Heike Richter-Karst und die Journalisten Stefan Niggemeier (FAS) und Marcel Rosenbach (DER SPIEGEL).