05. Oktober 2002 Der Deutsche Fernsehpreis 2002: Die Preisentscheidunge
„Der Tanz mit dem Teufel“ gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2002 – ARD bei Jury-Entscheidungen vorn.

Der Film „Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker“ gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2002 in der Kategorie Bester Fernsehfilm/Mehrteiler. Damit konnte sich der SAT.1-Zweiteiler gegen „Toter Mann“ und „Rette Deine Haut!“ durchsetzen. „Toter Mann“ (ZDF) erhielt den Preis für die Beste Regie (Christian Petzold) und für den Besten Hauptdarsteller (André Hennicke).

Die Moderatorinnen Sabine Christiansen und Maybrit Illner erhielten den Preis für ihre Moderation des TV-Duells zwischen den Kanzler-Kandidaten Schröder und Stoiber. An Oliver Geißen ging der Preis für die Beste Unterhaltung für seine Sendung „Die 80er Show“ (RTL). Damit konnte er sich gegenüber Günther Jauch mit „Der Große IQ-Test“ (RTL) und Barbara Schönebergers „Blondes Gift“ (WDR) durchsetzen. Der Preis für die beste Comedy ging an „Ladykracher“ (SAT.1) mit Anke Engelke. In der Dokumentations-Kategorie entschied sich die zwölfköpfige Jury für die ARD-Produktion „Gipfelstürmer – Die blutigen Tage von Genua“ von Michael Busse und Maria-Rosa Bobbi, bei der Reportage für „Menschen-Poker“ von Günter Ederer.

Im Vergleich der ausgezeichneten Produktion führen ARD und ZDF mit 8 Nennungen vor SAT.1 mit 5 und RTL mit 3 Nennungen. An ProSieben, Premiere und VIVA ging jeweils ein Preis.

Der Film- und Fernsehautor Wolfgang Menge erhielt den Sonderpreis der Stifter für sein Lebenswerk. Die mit je 15.000 € dotierten Förderpreise vergab die Jury an die Schauspielerin Laura-Charlotte Syniawa zusammen mit dem Regisseur Kilian Riedhof für das ZDF-Fernsehspiel „Riekes Liebe“. Der zweite Förderpreis ging an den Jungmoderator und Comedian Simon Gosejohann („Film ab“, VIVA und „comedystreet“, ProSieben).

Außer Konkurrenz vergab die Jury des Deutschen Fernsehpreises in diesem Jahr erstmals die Auszeichnung „Fernsehereignis des Jahres“. Die Wahl fiel auf den ARD-Dreiteiler „Die Manns. Ein Jahrhundertroman“ von Heinrich Breloer. „Die Manns“ haben als programmliches und gesellschaftliches Gesamtereignis weit über die Grenzen des Fernsehens hinaus gewirkt und sollen so auch „in ihrer Einzigartigkeit jenseits der Genrekategorien gewürdigt werden“, so die Begründung der Jury. Ebenfalls außerhalb des Wettbewerbs erhielt der Dokumentarfilm „11. September – Die letzten Stunden im World Trade Center“ der französischen Brüder Jules und Gédéon Naudet den Preis für das Beste Internationale Programm.

Der Deutsche Fernsehpreis, gestiftet von ARD, ZDF, RTL und SAT.1, wird jährlich zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen in allen Sparten ausgelobt. Die Mitglieder der Jury für den Deutschen Fernsehpreis 2002 sind: Dr. Lutz Hachmeister (Vorsitzender), Klaudia Brunst (stellvertretende Vorsitzende), Stefan Aust, Marc Conrad, Mischa Hofmann, Uwe Kammann, Ulrike Kriener, Sandra Maischberger, Giovanni di Lorenzo, Dr. Norbert Schneider, Barbara Sichtermann und Natalia Wörner.