Maischberger, Sandra

Sandra Maischberger

(Foto: WDR/Peter Rigaud).

1966 in München geboren, verbrachte Sandra Maischberger einige Zeit ihrer Kindheit in Rom. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1987 bis 1989 eine Ausbildung zur Redakteurin an der deutschen Journalistenschule in München. „Journalismus ist meine Berufung“, sagt sie, „denn Journalismus ist für mich lebenslanges Lernen“. Diese Einstellung spiegelt sich in ihrem beruflichen Lebenslauf wider: Sie präsentierte bereits 1989 erfolgreich die Jugendsendung „Live aus dem Schlachthof“ (Bayerisches Fernsehen). 1991 folgte „Talk im Turm“ (Sat.1) mit Erich Böhme. 1992 führte sie durch ihre erste tägliche Interviewsendung, „0137″ (Premiere). Von 1993 bis 1994 präsentierte und gestaltete sie das wöchentliche Format „Spiegel TV Interview“ (Vox). 1996 moderierte sie „Freitag Nacht“ (Vox). „Greenpeace TV“ (RTL, 1997) und Arbeiten für das ZDF, den WDR und den Bayerischen Rundfunk schlossen sich an. Im Januar 2000 startete ihre preisgekrönte Talkshow „Maischberger“ (n-tv). Hier überzeugte sie abermals mit journalistischem Gespür und Kompetenz. 2002 drehte sie die Dokumentationen „Dr. Wedel und Mr. Hyde‘ – der Regisseur der Affäre Semmeling“ (ZDF) und „Es ist 20 Uhr … – Die Tagesschau wird 50!“ (NDR/WDR). Im Zuge der Bundestagswahl 2002 moderierte sie gemeinsam mit Peter Kloeppel die Polit-Talk-Reihe „Im Kreuzfeuer“ (RTL). Seit mittlerweile 11 Jahren präsentiert sie erfolgreich die Talkshow „Menschen bei Maischberger“ in der ARD. Als Moderatorin ist sie außerdem bekannt durch ihre Tätigkeit bei der Bambi-Verleihung 2004 neben Johannes B. Kerner und der 40. Verleihung des Adolf Grimme Preises im selben Jahr. Den Deutschen Fernsehpreis präsentierte sie bereits im Oktober 2002. Weitere Events waren unter anderem die „Eschborner Gespräche“ (2005-2011), das „Paderborner Podium“, das IAA Eröffnungsevent sowie das Interview mit dem Dalai Lama in Bochum im Jahr 2008.  Ihre journalistische Tätigkeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis“ (2000), dem „Deutschen Fernsehpreis“ (2000), dem „Bayerischen Fernsehpreis“ (2001), der „Goldenen Kamera“ (2002), dem „Ernst-Schneider-Preis“ (2002), dem „Hildegard-von-Bingen-Preis“ (2002) und dem „Medienpreis für Sprachkultur“ (2004). 2008 erhielt sie erneut die „Goldene Kamera“. Im Mai letzten Jahres wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für „Engagement im Bereich Jugend und Bildung“ für ihren Einsatz zur Ausweitung des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ verliehen. Sandra Maischberger ist Gründerin und Vorsitzende von „Vincento e.V“., einem Verein zur Förderung und der Initiierung langfristiger Kulturprojekte an Schulen. Daneben hat sie die Firma „Vincent TV GmbH“ mitbegründet (2000). Das Unternehmen konzentriert sich auf die Konzeption, Redaktion und Produktion von Filmen, Reportagen, Dokumentationen und TV-Formaten. Sie produzierte als Autorin unter anderem den Film „Helmut Schmidt außer Dienst“ (2007). Es folgten Produktionen wie „Kasse gegen Privat“ (2009), „Richard von Weizsäcker – Für immer Präsident“ (2010) und „Pershing statt Petting“ (2011). Kürzlich arbeitete Sandra Maischberger an dem Kurzfilm „Berlin: Reichstag“ (2013) für die ARD-Reihe „16xDeutschland“ und an dem Doppelportrait „Helmut Schmidt und Valéry Giscard D’Estaing – Eine Männerfreundschaft“ (ZDF/Arte, 2013). In der von ihr zusammen mit Hendrik Fritzler produzierten Dokumentation über Alfred Biolek „Mensch Bio!“ (2014) war sie in diesem Jahr in der ARD zu sehen.

(Stand: 2014)

2012-07-16T16:01:14+00:00