Biolek, Alfred

Alfred Biolek erhält den Ehrenpreis der Stifter 2009 – Die Stationen seiner Karriere in Bildern

Dr. Alfred Biolek

Geboren am 10. Juli 1934 in Freistadt (Tschechien). Im Jahr 1946 flüchtete Alfred Biolek mit seinen Eltern von der damaligen Tschechoslowakei nach Deutschland aus; sie zogen nach Waiblingen bei Stuttgart. Nachdem Abitur 1954 studierte er Jura in Freiburg, München und Wien, anschließend Promotion zum Dr. jur..

Nach Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens 1963 wurde Biolek zunächst Justitiar beim ZDF. Aber schon nach einem Jahr wechselte Biolek in die Redaktion des Unterhaltungs- und Informationsmagazins „ZDF-Drehscheibe“. Im ZDF avancierte Biolek schnell zum stellvertretenden Unterhaltungschef. Doch 1970 verließ er den Sender und ging als Produzent zu Bavaria Film nach München; unter anderem arbeitete er dort mit der englischen Comedy-Truppe Monthy Python zusammen. Ab 1973 arbeitete er als freier Producer. In dieser Zeit entstand die von ihm produzierte Samstagabendshow „Am laufenden Band“ (ARD 1974-1978), moderiert von Rudi Carrell.

1976-1980 übernahm er die Ko-Moderation in der WDR-Talkreihe „Kölner Treff“ (zusammen mit Dieter Thoma). Der „Kölner Treff“ machte ihn einem breiten Publikum bekannt und sorgte für seinen Durchbruch als Moderator. Als Produzent und Moderator realisierte er mit „Bio´s Bahnhof“(ARD 1978-1982) seine erste eigene Sendung. Es folgten weitere Erfolge mit „Bei Bio“ (1983-1984) und „Mensch Meier“ (1985-1991), bevor er 1991 mit „Boulevard Bio“ startete. Nach zwölf erfolgreichen Jahren hat Biolek im Juni 2003 mit „Boulevard Bio“ aufgehört. Seine im Jahr 1994 angelaufene Kochshow „alfredissimo – Kochen mit Bio“ wurde bis Ende 2006 produziert. Begleitend zu der Sendung hat Alfred Biolek eine Reihe von Kochbüchern verfasst und herausgegeben.

Alfred Biolek hatte 1978 einen Lehrauftrag an der Universität Dortmund und ist seit 1992 als Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln tätig. Im Jahr 2000 wurde Alfred Biolek UN-Botschafter für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. In diesem Amt setzt er sich für Jugendliche in Südafrika zur Prävention von AIDS und ungewollten Schwangerschaften ein. Im Oktober 2005 gründete er die „Alfred Biolek Stiftung – Hilfe für Afrika” unter dem Dach der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung.

Alfred Biolek wurde mit allen begehrten Fernsehpreisen ausgezeichnet, dem Adolf-Grimme-Preis (1982 für Bio´s Bahnhof), der Goldenen Europa (1983), dem Telestar (1991), dem Bambi (1994), dem Goldenen Löwen (1998) und dem Deutschen Fernsehpreis (1998). Außerdem erhielt er den Deutschen Kritikerpreis (1993), den Stern der Woche und den Stern des Jahres (beide1993), den Verdienstorden Nordrhein Westfalen (1994), den Bobby-Medienpreis der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (2000), den Deutschen Weinkulturpreis und den deutschen Buchpreis (beide 2002). Im Jahr 2003 überreichte ihm Johannes Rau den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Bilanz seines bisherigen Schaffens zieht er in seiner Biographie „Mein Leben”, die im September 2006 bei Kiepenheuer & Witsch erscheint. Ab Herbst 2006 geht er außerdem mit einem neuen Theaterprojekt und plaudert aus dem Fernsehkästchen. In seinem Bühnenprogramm „Mein Theater mit dem Fernsehen” erzählt Alfred Biolek Anekdoten aus vier Jahrzehnten TV-Unterhaltung. In 2009 bleibt er der Bühne weiterhin treu und wirkt als Professor in Monty Python´s SPAMALOT mit, dass im Musical Dome Köln seit Januar läuft.

Stand: September  2009