Deutscher Fernsehpreis 2019 verliehen

In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf wurden am Abend die herausragenden Leistungen des Fernsehjahres 2018 in Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ausgezeichnet.

Köln, 31. Januar 2019 – Am Donnerstagabend wurde in Düsseldorf zum 20. Mal der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen. Am selben Tag hatte eine 14-köpfige Jury unter dem Vorsitz des ehemaligen UFA-Chefs Wolf Bauer in 23 Kategorien die Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Jürgen von der Lippe. Darüber hinaus wurden Förderpreise an die Schauspieler Lena Urzendowsky und Michelangelo Fortuzzi vergeben.

Wolf Bauer, Produzent und Juryvorsitzender: „2018 war ein Jahr des Umbruchs. Die Digitalisierung unseres Mediums hat über den sich verstärkenden Wettbewerb zu einer enormen Leistungssteigerung in allen Programmkategorien geführt. Die Jury war von der Gesamtprogrammleistung des Jahres 2018 sehr beeindruckt. So forderte die Entscheidungsfindung der Jury leidenschaftliche Debatten ab. Im Ergebnis spiegelt sie ein faires Bild der programmlichen und kreativen Leistungen wider. Die Jury gratuliert allen Preisträgern zu ihren herausragenden Leistungen.

In der Fiktion konnten Fernsehfilme und Mehrteiler den gesellschaftlichen Wandel und zeitgeschichtliche Themen höchst überzeugend abbilden. Von großer Bedeutung ist weiterhin auch das serielle Erzählen. Ob als Krimi-Formate oder Komödien, historische Stoffe oder dystopische Fantasien präsentierten sich die Serien in Konzeption und Umsetzung so differenziert und hochwertig wie nie zuvor. In der Unterhaltung haben nicht zuletzt bereits erprobte Formate gezeigt, dass sie qualitativ erfreulich steigerungsfähig waren. Schließlich haben die Beiträge der Information und insbesondere die Dokumentationen eindrucksvoll bewiesen, dass Fernsehen gerade im Zeitalter der ‚Fake News‘ wichtiges Medium der Aufklärung ist und damit Grundvoraussetzung für einen demokratischen gesellschaftlichen Diskurs.“

 

Die Preisträger im Überblick

Bester Fernsehfilm
„Aufbruch in die Freiheit“ (ZDF/Relevant Film)

Bester Mehrteiler
„Gladbeck“ (ARD/ARD Degeto/RB/Ziegler Film)

Beste Drama-Serie
„Bad Banks“ (ZDF/Arte/LETTERBOX Filmproduktion/IRIS Productions)

Beste Comedy-Serie
„jerks.“ (ProSieben/maxdome GmbH/Talpa Germany)

Beste Schauspielerin
Vicky Krieps für „Das Boot“ (Sky/Bavaria Fiction/Sonar Entertainment)

Bester Schauspieler
Albrecht Schuch für „Der Polizist und das Mädchen“ (ZDF/Sperl Film für Wiedemann und Berg), „Kruso“ (ARD/MDR/ARD Degeto/UFA Fiction), „Gladbeck“
(ARD/ARD Degeto/RB/Ziegler Film)

Beste Regie
Christian Schwochow für „Bad Banks“
(ZDF/Arte/LETTERBOX Filmproduktion/IRIS Productions)

Bestes Buch
Mizzi Meyer für „Der Tatortreiniger“ (NDR/LETTERBOX Filmproduktion)

Beste Kamera
David Luther für „Das Boot“ (Sky/ Bavaria Fiction/Sonar Entertainment)

Bester Schnitt
Ueli Christen für „Gladbeck“ (ARD/ARD Degeto/RB/Ziegler Film)

Beste Musik
Annette Focks für „Die Freibadclique“
(ARD/SWR/ARD Degeto/MDR/NDR/SR/ Ziegler Film/MIA Film)

Beste Ausstattung
Martina Müller, Jana Karen für „Der große Rudolph“
(ARD/BR/ARD Degeto/WDR/ORF/Producers at Work)

Beste Unterhaltung Primetime
„Let’s Dance“ (RTL/Seapoint Productions/Tower Productions)

Beste Moderation Unterhaltung
Luke Mockridge für „LUKE! Die 2000er und ich“, „LUKE! Die Schule
und ich“, „LUKE! Die Woche und ich“
(SAT.1/Brainpool TV/Lucky Pics)

Beste Unterhaltung Late Night
„Inas Nacht“ (ARD/NDR/beckground tv)

Beste Comedy
„Kroymann“ (ARD/Radio Bremen/SWR/NDR/rbb/bildundtonfabrik)

Bestes Factual Entertainment
„Bares für Rares“ (ZDF/Warner Bros.)

Beste Ausstattung Show
Guido Heinz Frinken, Oli Egon Ide für „Das große Backen“
(SAT.1/Tower Productions)

Beste Dokumentation/Reportage
„Kulenkampffs Schuhe“ (ARD/SWR/HR/zero one)

Bester Doku-Mehrteiler
„Terra X: Die Reise der Menschheit“ (ZDF/Arte/Gruppe 5)

Beste Information: Auslandsreporter
Antonia Rados für „Jemens langsamer Tod“ (n-tv)

Bestes Infotainment
Jenke von Wilmsdorff für „Jenke macht Mut! Leben mit Brustkrebs“ (RTL/infoNetwork), „Das Jenke-Experiment“ (RTL/infoNetwork), „Jenke Über Leben“
(RTL/Bavaria Entertainment)

Beste Sportsendung
„ranNFL“ (ProSieben/ProSieben MAXX)


Förderpreise für Lena Urzendowsky und Michelangelo Fortuzzi

Hier setzte die Jury auf zwei Schauspieler: Lena Urzendowsky für ihre Rolle in der Satire „Der große Rudolph“ sowie Michelangelo Fortuzzi für seine Leistung in dem Drama „Alles Isy“. Der Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

 

Ehrenpreis der Stifter für Jürgen von der Lippe

Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Jürgen von der Lippe. Ausgezeichnet wird damit ein Protagonist der deutschen Fernsehgeschichte, der sein Publikum seit Jahrzehnten immer wieder überrascht und mitreißend unterhält.

 

Statistik

Im maßgeblichen Vergleich der Werkkategorien nach Sendern gehen in diesem Jahr jeweils vier Auszeichnungen an ARD und ZDF sowie zwei Nennungen an RTL und ProSieben. Der Deutsche Fernsehpreis 2019 wurde in insgesamt 25 Kategorien verliehen – an 31 Frauen und 33 Männer.

Die Jury

Über Nominierungen und Preisträger entschied ein unabhängiges, 14-köpfiges Fachgremium. Neben dem Vorsitzenden Wolf Bauer, Produzent und ehemaliger Chef der UFA-Gruppe, gehörten der Jury 13 Fernsehschaffende an: die Schauspielerin und Produzentin Dr. Maria Furtwängler, der Moderator Mitri Sirin, die Produzenten Christian Becker (Rat Pack Filmproduktion), Iris Bettray (sagamedia), Bettina Josmann (South & Browse) und Jürgen Schulte (Ansager & Schnipselmann), die Autorinnen und Produzentinnen Katrin Sandmann (Kobalt Documentary) und Natalie Scharf (Seven Dogs Filmproduktion), der Autor Orkun Ertener sowie Dr. Florian Kumb (Chef vom Dienst der ZDF-Programmdirektion), Kirsten Petersen (Bereichsleitung Programmentwicklung bei RTL), Stephanie Prehn (Executive Producer bei SAT.1 Entertainment) und Stefan Wirtz (Leiter Mediathek und stellvertretender Abteilungsleiter Programmkoordination und -verbreitung beim WDR).

Stifter und Beirat

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Der Kreis der Stifter setzt sich aus den Geschäftsführern und Intendanten der vier austragenden Sender zusammen. Vorsitzender ist in diesem Jahr Tom Buhrow, Intendant des WDR. Zum Stiftergremium gehören überdies Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm RTL Television, und Kaspar Pflüger, Geschäftsführer SAT.1.

Vorsitzender des Beirats ist in diesem Jahr Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor WDR. Weitere Mitglieder sind Heike Hempel, stellvertretende Programmdirektorin ZDF, Sven Pietsch, Chefredakteur von ProSiebenSat.1 TV Deutschland, und Tom Sänger, Bereichsleitung Unterhaltung, Show & Daytime RTL.

 


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