Statut

DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS

Das Statut

I.    Der Preis

Der Deutsche Fernsehpreis wird von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF in der gemeinsamen Verpflichtung zur Förderung der Qualität der Fernsehprogramme gestiftet.

Der Deutsche Fernsehpreis wird zu Beginn des Jahres im Rahmen einer Gala zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen.

Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Skulptur. Jede Nominierung ist ebenfalls mit einer Urkunde verbunden.

II.     Voraussetzungen der Auszeichnung

Ausgezeichnet werden Fernsehproduktionen, die deutschen Ursprungs sind oder unter überwiegender kreativer und wirtschaftlicher Mitwirkung deutscher Auftraggeber hergestellt wurden.

Ausgezeichnet werden ferner Personen, die mit ihren hervorragenden Leistungen zu solchen Fernsehproduktionen beigetragen haben.

Für die Preisverleihung des Jahres können nur die Programme berücksichtigt werden, die in Deutschland in diesem Jahr zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember ausgestrahlt worden sind.

III.    Kategorien

Der Deutsche Fernsehpreis kann in den folgenden Kategorien vergeben werden.

1.       Bester Fernsehfilm
2.       Bester Mehrteiler
3.       Beste Serie
4.       Beste/s Comedy / Kabarett
5.       Beste Unterhaltung Primetime
6.       Beste Unterhaltung Late Night
7.       Bestes Factual Entertainment
8.       Bestes Infotainment / Magazin / Talk / Kultur          
9.       Beste Information
10.   Beste Dokumentation / Reportage
11.   Beste Sportsendung
12.    Beste Schauspielerin Fernsehfilm / Serie
13.   Bester Schauspieler Fernsehfilm / Serie
14.   Beste Moderation / Präsentation Information
15.   Beste Moderation / Entertainer Unterhaltung
16.   Beste Regie Fiktion
17.   Bestes Buch Fiktion
18.   Beste Regie Non-Fiktion / Unterhaltung
19.   Bester Autor Non-Fiktion / Unterhaltung
20.   Beste Kamera / Bildgestaltung
21.   Bester Schnitt
22.   Beste Musik
23.   Beste Ausstattung (Kostüm / Szenenbild / Bühnenbild / VfX)
24.   Förder-/Nachwuchspreis
25.   Ehrenpreis der Stifter

IV.    Auswahlverfahren

IV.1     Jury

Über Nominierungen und Preise entscheidet eine Jury, die von den Stiftern bzw. dem Beirat berufen wird.
Sie besteht aus mindestens neun und höchstens fünfzehn Mitgliedern. Die Jury wählt aus ihrer Mitte eine/n Vorsitzende/n.

Die Laufzeit des Mandats der Mitglieder beträgt 1 Jahr. Die Erneuerung des Mandats ist grundsätzlich möglich.

Es steht den Stiftern des Preises frei, jeweils einen Vertreter ihres Hauses in die Jury zu entsenden.

Die Mitglieder der Jury sind unabhängig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden.

Die Jury kann Fachkommissionen für die Bereiche Fiktion, Unterhaltung und Information bilden, mit je drei, höchstens fünf Mitgliedern.

Im Falle jedweder Beteiligung eines Jury-Mitglieds an einer TV-Produktion gilt: Die Mitgliedschaft Jury und eine persönliche Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis schließen sich grundsätzlich aus. Darüber hinaus ist das betreffende Jury-Mitglied in allen Abstimmungen im Zusammenhang mit dieser TV-Produktion zur Stimmenthaltung verpflichtet.

Die Sitzungen der Jury sind nicht öffentlich. Gäste sind nicht zugelassen.

Die Mitglieder der Jury sind zum Stillschweigen über den Inhalt der Beratungen und der Beschlüsse verpflichtet. Der Rechtsweg gegen alle Entscheidungen ist ausgeschlossen.

IV.2    Vorschlagsrecht

Das Vorschlagsrecht für die Auszeichnungen hat jeder Sender, der Fernsehproduktionen selbst herstellt oder herstellen lässt und der mit seinem Programm bundesweit zu empfangen ist.

Die vorschlagsberechtigten Sender können für jede Kategorie drei Vorschläge machen.

Die Mitglieder der Jury können Programmvorschläge in allen Kategorien einbringen.

Experten, Produzenten und Fachverbänden kann ein gesondertes Vorschlagsrecht eingeräumt werden.

IV.3     Nominierungen

Über die Nominierungen entscheidet die Jury durch Mehrheitsvotum.

Die Titel der nominierten Produktionen und die Namen der nominierten Personen sollen frühestens vier Wochen vor der Verleihung bekannt gegeben werden.

IV.4     Preisentscheidung

Die Jury entscheidet über die Vergabe der Preise auf Grundlage der Nominierungen am Tag der Verleihung.

Nach Diskussion der vorgelegten Nominierungsvorschläge stimmt die Jury ab.

Gewählt ist derjenige Vorschlag, der eine Mehrheit der Stimmen der Jurymitglieder auf sich vereint. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden.

 

DFP / Juli 2017