Moretti, Tobias

Tobias Moretti

Tobias Moretti

Tobias Moretti studierte zunächst Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Theaterausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München war er Ensemblemitglied des Residenztheater München und der Münchner Kammerspiele, wo er Erfolge in diversen Titelrollen feierte, u.a. in „Troilus und Cressida“, Fassbinders „Katzelmacher“ oder Achternbuschs „Der Frosch“. 2001 spielte er die Titelrolle in der Uraufführung von Botho Strauß‘ „Pancomedia“ (Schauspielhaus Bochum, Regie: Matthias Hartmann). 2002-2005 war er im „Jedermann“ Teufel und Guter Gesell. 2005 war er in der Titelrolle in Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ bei den Salzburger Festspielen sowie in der Jubiläumsinszenierung zur 50-jährigen Wiedereröffnung am Wiener Burgtheater zu sehen (Regie: Martin Kusej). Sein Opernregiedebut gab Moretti 2001 mit „Don Giovanni“ in Bregenz, 2006 folgte „La Finta Giardiniera“ (Mozart) am Opernhaus Zürich (Dirigent: Nikolaus Harnoncourt) und 2009 „Il mondo della luna“ von Josef Haydn (ebenfalls mit Nikolaus Harnoncourt). Seit Herbst ist er am Burgtheater Wien als „Faust“ zu sehen (Regie: Matthias Hartmann.)

Seit Anfang der 90er Jahre wandte Moretti sich verstärkt dem Medium Film zu: u.a. „Workaholic“ (Regie: Sharon von Wietersheim), „Todfeinde“ (Oliver Hirschbiegel), „Krambambuli“ (Xaver Schwarzenberger), „Deine besten Jahre“ (Dominik Graf), „Die Nichte und der Tod“ (Peter Payer), „Tanz mit dem Teufel“ (Peter Keglevic), „Schwabenkinder“ (Jo Baier), „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ (Urs Egger), „Käthchens Traum“ (Jürgen Flimm), „Speer & Er“ (Heinrich Breloer), „Der Liebeswunsch“ (Torsten Fischer), „Du gehörst mir“ (Tobias Ineichen), „Das jüngste Gericht“ (Urs Egger), „Der Kronzeuge“ (Johannes Grieser), „Flores Negras“ (David Carreras), „Io, Don Giovanni“ (Carlos Saura), „Amigo“ (Lars Becker), „Erzherzog Johann“ (Julian Pölsler), „Jud Süß“ (Oskar Roehler), „Luis Trenker“ und
„Das Zeugenhaus“. Tobias Moretti erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Bayerischen Film- und Fernsehpreis, den Bambi, den Goldenen Löwen, den Grimmepreis und mehrfach die Romy, sowie den Gertrud-Eysoldt-Ring der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für „König Ottokar“.

(Stand: 2015)