Trauer um Erika Berger

Erika Berger
Erika Berger

Wir trauern um Erika Berger, die dem Deutschen Fernsehpreis sehr verbunden war. Zudem gehörte ihr 2007 verstorbener Ehemann Richard Mahkorn zu den Gründungsbeiräten des Deutschen Fernsehpreises.

Unser tiefes Mitgefühl gehört allen Angehörigen und Freunden der Verstorbenen.



Ein spannendes Fernsehjahr: Neue Formate, neue Gesichter, neue Erzählweisen und Exzellenz im Bewährten

Köln/Düsseldorf, 13.01.2016. Der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis wurde am heutigen Mittwoch, dem 13. Januar 2016, in den Düsseldorfer Rheinterrassen verliehen. Am selben Tag hatte die unabhängige, elfköpfige Fach-Jury unter dem Vorsitz von TV-Spielfilm Chefredakteur Lutz Carstens in insgesamt 21 Kategorien die diesjährigen Preisträger in den Programmfeldern Information, Unterhaltung und Fiktion ermittelt.

„Die Aufgabe der Jury war es, aus über 800 Programmvorschlägen die besten und erfolgreichsten Produktionen und Leistungen des zurückliegenden Fernsehjahres auszuwählen und auszuzeichnen“, so der Juryvorsitzende Lutz Carstens. „In der Information haben wir Programmleistungen ausgezeichnet, die nah an den Menschen die politischen Geschehnisse und den gesellschaftlichen Alltag analysiert und eingeordnet haben. In der Unterhaltung haben wir einen Generationswechsel erlebt und auf eine neue Riege von Formaten und Entertainern gesetzt. In der Fiktion haben wir hervorragende Produktionen und Einzelleistungen prämiert, die für die gelungene Verbindung von Qualität und Publikumserfolg stehen. Ein insgesamt außerordentlich spannendes Fernsehjahr, das uns mit neuen Formate, neuen Gesichtern und Erzählweisen überrascht und mit Exzellenz im Bewährten überzeugt hat.“

Die Entscheidungen im Einzelnen:


Information und Sport

Beste Information: „An der Grenze“
Die Information hat die Jury dem großen Thema der Flüchtlingskrise gewidmet: Der Fernsehpreis geht an „An der Grenze – 24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise“ (N24/Welt) und gewinnt vor „Der Flüchtlingsreport“ (ARD/HR/BR) und dem „Thementag Flüchtlinge“ bei RTL vom 31.08.15 (RTL/infoNetwork).

Beste Persönliche Leistung Information: Michel Abdollahi
Unter den TV-Journalisten bzw. -Journalistinnen, die mit Engagement und Haltung überzeugt haben, entschied sich die Jury für Michel Abdollahi und seine Straßenaktionen im Kulturjournal sowie seine Reportage „Im Nazidorf“ (NDR), der sich damit gegen Dunja Hayali für ihre Interviews bei der Erfurter AfD-Demonstration im ZDF Morgenmagazin (ZDF) und Anja Reschke für ihren Tagesthemen-Kommentar „Flüchtlinge – Hetze im Netz“ vom 5.8.15 (ARD/NDR) durchsetzen konnte.

Bestes Infotainment / Beste Talksendung: „Menschen bei Maischberger“
„Menschen bei Maischberger“ (ARD/WDR/Vincent TV) überzeugte die Jury als lebendiger Ort für Gespräch und Einordnung aktueller Geschehnisse und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Auszeichnung berücksichtigt in besonderer Weise auch die Redaktionsleistung. Außerdem waren nominiert: „Hart aber fair – Jetzt reden die Helfer“ (ARD/Ansager & Schnipselmann) für die Sendungen vom 9.11.2015 und „Markus Lanz“ (ZDF/Fernsehmacher/MHOCH2 TV).

Beste Dokumentation / Reportage: „Asternweg – Eine Straße ohne Ausweg“
Hier gewinnt die Langzeitbeobachtung „Asternweg – Eine Straße ohne Ausweg“ aus der Reihe „Die große Samstagsdokumentation“ (VOX/99 pro Media), die den Menschen in einem sozialen Brennpunkt in Kaiserslautern auf Augenhöhe begegnet. Nominiert waren außerdem: „die story im Ersten: Todesflug MH 17 – Warum mussten 298 Menschen sterben?“ (ARD/WDR/NDR/SZ) und „Sie mussten die Hölle sehen – Auf der Flucht vor Boko Haram“ (RTL/EIKON Nord).

Bester Sportjournalismus: Hajo Seppelt für „Geheimsache Doping“
Hajo Seppelts Recherchen in „Geheimsache Doping. Im Schattenreich der Leichtathletik“ und „Wie Russland seine Sieger macht“ im Rahmen der ARD Sportschau (ARD/WDR) markieren einen Wendepunkt für den Sport und die Grundlagen seiner medialen Verwertung. Hajo Seppelt gewinnt damit vor „die story im Ersten: Der verkaufte Fußball – Sepp Blatter und die Macht der FIFA“ (ARD/WDR/SWR) und „sport inside“ (WDR).


Unterhaltung

Beste Comedy / Kabarett: „Die Anstalt“
Mit sicherer Themensetzung und schonungsloser Analyse überzeugte die live gesendete Politsatire „Die Anstalt“ (ZDF/redspider networks) mit Max Uthoff und Claus von Wagner. Nominiert waren außerdem: „PussyTerror TV“ mit Carolin Kebekus (WDR/Brainpool TV) und „Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“ mit Olli Dittrich (ARD/beckground tv).

Beste Unterhaltung Primetime: „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“
In der Unterhaltung geht der Deutsche Fernsehpreis an „Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“ (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany). Mit ihren Challenges setzen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf Maßstäbe in der Unterhaltung und gewinnen vor dem Casting-Klassiker „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) und dem Vorjahresgewinner „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany).

Beste Moderation Unterhaltung: Barbara Schöneberger
Unter den Alleskönnern der Fernsehunterhaltung entscheidet sich die Jury für Barbara Schöneberger und ihre Moderation von „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen ALLE“ (RTL/i&u). Nominiert waren außerdem: Steven Gätjen für die Moderation von „Schlag den Raab“ (ProSieben/Brainpool TV/Raab TV) und Florian Silbereisen für die Moderation von „Die Besten im Sommer“ sowie „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ (ARD/MDR/Jürgens TV).

Beste Unterhaltung Late Night: „NEO MAGAZIN Royale“
In der Late Night begeistert das „NEO MAGAZIN Royale“ (ZDF/ZDFneo/bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann nicht nur das junge Publikum, sondern auch die Jury und macht damit das Rennen vor „Circus HalliGalli“ (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany) und der Neuerscheinung „Ponyhof“ (TNT Glitz/Endemol Shine Germany).

Bestes Factual Entertainment: „Die Höhle der Löwen“
Gründer und Erfinder stellen sich und ihre Unternehmensidee hier dem Realitätscheck: „Die Höhle der Löwen“ (VOX/Sony Pictures) gewinnt vor „Das Jenke-Experiment“ (RTL/info Network/Redaktion EXTRA) und „Kessler ist…“ (ZDF/ZDFneo/ITV Studios Germany).

Fiktion

Bester Fernsehfilm: „Nackt unter Wölfen“
In einem starken fiktionalen Jahr entscheidet sich die Jury im Fernsehfilm für das KZ-Drama „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction), einer gleichermaßen eindringlichen wie eindruckvollen Umsetzung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz. Außerdem waren nominiert: „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/Riva Filmproduktion), „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie), „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie).

Beste Serie: „Club der roten Bänder“
In der Serie entschied sich die Jury für den Überraschungserfolg „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay), die erste fiktionale VOX-Eigenproduktion nach spanischem Vorbild. Zur Wahl standen zudem „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films).

Beste Schauspielerin: Ina Weisse für „Ich will dich“ und „Ein großer Aufbruch“
Ina Weisse überzeugte die Jury gleich zwei Rollen: „Ich will dich“ (ARD/Arte/Constantin Television) und „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie). Sie setzte sich damit durch gegen Iris Berben für „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Henriette Confurius für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television), Maria Simon für „Silvia S. – Blinde Wut“ (ZDF/UFA Fiction) sowie Antje Traue für „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television).

Bester Schauspieler: Jonas Nay für „Deutschland 83“ und „Tannbach“
Als Durchstarter des Jahres prägt Jonas Nay gleich zwei Produktionen des zurückliegenden Fernsehjahres: „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television). Er wird Bester Schauspieler und kann sich gegen die ebenfalls herausragenden Leistungen von Charly Hübner für „Bornholmer Straße“ (ARD/Degeto/UFA Fiction) und „Der verlorene Bruder“ (ARD/Claussen+Putz), Tobias Moretti für „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ (ARD/Roxy Film), „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Friedrich Mücke für „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und Florian Stetter für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction) durchsetzen.

Beste Regie: Lars Becker für „Zum Sterben zu früh“
Der Ausnahme-Regisseur Lars Becker erhält den Fernsehpreis für die Regie von „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie). Nominiert waren zudem Matti Geschonneck für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE) und Philipp Kadelbach für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction).

Bestes Buch: Magnus Vattrodt für „Ein großer Aufbruch“ und „Das Zeugenhaus“
Der Preis für das Beste Buch geht an Magnus Vattrodt für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE). Er überzeugte vor Stefan Kolditz für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction) und Anna Winger für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction).

Beste Kamera: Ngo The Chau für „Zum Sterben zu früh“
Ngo The Chau wird für seine kongeniale Bildgestaltung in „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie) ausgezeichnet. Nominiert waren zudem Philipp Haberlandt und Frank Küpper für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) sowie Martin Langer für „Ein großer Aufbruch (ZDF/Network Movie).

Bester Schnitt: Ulf Albert für „Altersglühen“
Der Beste Schnitt geht an Ulf Albert für das Improvisationsstück „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/Riva Filmproduktion). Mit ihm nominiert waren Heike Gnida für „Blochin – Die Lebenden und die Toten“ (ZDF/REAL FILM Berlin) und Bernd Schlegel für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/UFA Fiction).

Beste Musik: Stefan Will und Marco Dreckkötter für „Mordkommission BERLIN 1“
Stefan Will und Marco Dreckkötter gewinnen mit ihrem klassisch und zugleich modernen Score, für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television) und setzen sich durch gegen Jens Oettrich für „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay Productions) und Fabian Römer für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television).

Beste Ausstattung: Max Wohlkönig, Matthias Müsse und Tilman Lasch für „Mordkommission BERLIN 1“
In der Ausstattung gewinnen Max Wohlkönig (Kostümbild), Matthias Müsse und Tilman Lasch (Szenenbild) ebenfalls für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television), vor Gabriele Binder (Kostümbild) und Knut Loewe (Szenenbild) für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television) und Peri de Braganca (Kostümbild), Thomas Franz (Szenenbild) und Denis Behnke (VFX) für „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“ (RTL/Zeitsprung Pictures).

„Förderpreis“ für Filmemacher Hubertus Koch
Mit seiner Reportage „Süchtig nach Jihad – Der Film eines kleinen Jungen“, die auch bei YouTube zu sehen war, überzeugte Hubertus Koch die Jury auf Anhieb. Um Informationen aus erster Hand und von den Menschen vor Ort zu bekommen, ist Koch bereit, hohe Risiken einzugehen. Koch bricht scheinbar alle Reporterregeln, geht ohne Filter und Kalkül mit der Kamera los und erreicht so eine seltene Unmittelbarkeit. Mit dem Förderpreis 2016, der mit 15.000 Euro dotiert ist, unterstützt die Jury einen Jungreporter, der das eigene Erleben zum Antrieb seiner Filme macht.

„Ehrenpreis der Stifter“ für Günter Wallraff
Der Ehrenpreis der Stifter des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES 2016 ging an den Journalisten und Schriftsteller Günter Wallraff. Wie kein Zweiter hat sich der heute 73-Jährige in seinem über 50-jährigen Berufsleben um den investigativen Journalismus in Deutschland verdient gemacht.

Zur Statistik:
Nach den heutigen Juryentscheidungen ergibt sich folgendes Bild: Das ZDF erhält insgesamt 7 Preise, die ARD kommt auf 6 Preise, VOX erhält 3 Preise, RTL und SAT.1 erhalten je 2 Preise und je ein Preis geht an ProSieben und N24. Jeweils über 2 Auszeichnungen können sich die Produktionen „Ein großer Aufbruch“, „Zum Sterben zu früh“ und „Mordkommission BERLIN 1“ freuen. Bei den Produktionsfirmen liegen Network Movie mit 4, Wiedemann & Berg mit 3 sowie UFA Fiction mit 2 Nennungen vorn.

Die Jury:
Lutz Carstens, Chefredakteur TV Spielfilm (Vorsitzender)
Steffen Hallaschka, Moderator
Jan Köppen, Moderator
Dr. Beatrice Kramm, Vorsitzende der Geschäftsführung & Produzentin Polyphon Film- und Fernseh-GmbH
Jakob Krebs, Geschäftsführer dctp & Leitung dctp.tv
Ulrike Kriener, Schauspielerin
Thomas Lückerath, Chefredakteur & Geschäftsführer DWDL Medienmagazin
Peter Nadermann, Produzent & Geschäftsführer Nadcon Film GmbH
Nicole Rosenbach, freie Fernsehautorin
Wilfried Urbe, freier Medienjournalist
Volker Weicker, Regisseur

DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. In diesem Jahr liegt die Federführung des Branchentreffens bei RTL. Ausführende Produktionsfirma ist Kimmig Entertainment GmbH. Die Nominierungen des Deutschen Fernsehpreises umfassen einen Zeitraum von September 2014 bis Dezember 2015.


PDF Downloads:

Pressemeldung Preisträger 2016 [PDF]
Liste der Preisträger 2016 [PDF]


Hier finden Sie die Preisträger der Vorjahre:

2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999

Pressekontakt:
Der Deutsche Fernsehpreis – Ständiges Sekretariat, Hartmut Schultz, Tel. 0221 – 454 3032, presse@deutscher-fernsehpreis.de,
RTL-Kommunikation, Anke Eickmeyer, Tel. 0221-4567 4244, anke.eickmeyer@mediengruppe-rtl.de

 


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