Deutscher Fernsehpreis 2018: Die Gewinner stehen fest

In Köln wurden die herausragenden Leistungen des Fernsehjahres 2017 in Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ausgezeichnet.

Köln, 26. Januar 2018 – Am Freitagabend wurde in Köln zum 19. Mal der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen. Am gleichen Tag hatte die 14-köpfige Fachjury unter dem Vorsitz von „TV Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens in 23 Kategorien die Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Thomas Gottschalk. Darüber hinaus wurden Förderpreise an die Newcomer Fabian Köster, Comedian, sowie Louis Klamroth, Journalist und Moderator, verliehen.

Lutz Carstens, Chefredakteur von „TV Spielfilm“ und Juryvorsitzender, erklärt: „Im fiktionalen Fernsehen war 2017 das ‚Jahr der Serien‘. Hier lag die besondere Herausforderung im horizontalen Erzählen von großen Stoffen, und das ist den Kreativen in jeder Hinsicht meisterlich gelungen. In der Kategorie ‚Beste Drama-Serie‘ hat sich die Jury in einem außergewöhnlich starken Feld für die Ausnahmeproduktion ‚Babylon Berlin‘ als Preisträger entschieden. Zudem setzten in diesem Genre auch die kreativen Einzelleistungen in ‚4 Blocks‘ und ‚Das Verschwinden‘ neue Maßstäbe.

In der Unterhaltung präsentierten sich klassische Formate und Protagonisten in Höchstform. ‚The Voice of Germany‘, ‚Kitchen Impossible‘ und ‚extra 3‘ haben sich konsequent und sehr überzeugend weiterentwickelt. Zudem prägen starke Persönlichkeiten das Unterhaltungsfernsehen: Luke Mockridge machte mit ‚LUKE! – Die Woche und ich‘ das Rennen in der Late Night und Michael Kessler brillierte in ‚Kessler ist… Wolfgang Bosbach‘.

In der Information waren die großen politischen Themen prägend. Die Dokumentation ‚Nervöse Republik‘ zeigt das Land im Spannungsfeld zwischen Politikverdrossenheit und Medienkrise. Mit ‚Endlich Klartext!‘ ist es RTL II gelungen, dem jungen Publikum politische Positionen jenseits der klassischen Wahlberichterstattung zu vermitteln. Und im Wettbewerb der starken Journalistinnen gewinnt Marietta Slomka mit ihren viel beachteten Politiker-Interviews im ‚heute-journal‘.

Die Jury gratuliert allen Preisträgern zu ihren herausragenden Leistungen.“

Die Entscheidungen im Einzelnen:

Fiktion

Bester Fernsehfilm: „Eine unerhörte Frau“
In einem starken Fernsehjahr mit herausragenden fiktionalen Produktionen kürte die Jury das Familiendrama „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/arte/Lailaps Pictures/Wild Bunch) zum „Besten Fernsehfilm“. Die Produktion konnte sich gegen das historische Biopic „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film) und das zeitgeschichtliche Drama „Zuckersand“ (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film) durchsetzen.

Bester Mehrteiler: „Brüder“
Bei den Mehrteilern des Jahres fiel die Wahl der Jury auf das Drama „Brüder“ (ARD/SWR) mit Edin Hasanović in der Rolle eines deutschen „IS“-Kämpfers. Nominiert waren außerdem der Spionage-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und der Politthriller „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion).

Beste Drama-Serie: „Babylon Berlin“
Unter den nominierten Serien waren gleichermaßen fesselnde wie innovative, horizontal erzählte Serien im Rennen. Am Ende gewann „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film). Das bildstarke Zwanzigerjahre-Epos setzte sich gegen „Charité“ (ARD/MDR/ARD Degeto/UFA Fiction/MIA Film), „Hindafing“ (BR/NEUESUPER), „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) und „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Television) durch.

Beste Comedy-Serie: „Magda macht das schon!“
Hier gewann „Magda macht das schon!“ (RTL/Polyphon) mit Verena Altenberger in der Rolle einer polnischen Altenpflegerin. Nominiert waren überdies „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool) mit Marc Ben Puch und Laura Berlin sowie „jerks.“ (ProSieben/maxdome/Talpa Germany) mit Christian Ulmen und Fahri Yardım.

Beste Schauspielerin: Julia Jentsch
Unter den nominierten Schauspielerinnen hinterließ Julia Jentsch als alleinerziehende Mutter, die nach ihrer verschwundenen Tochter sucht, in „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) den stärksten Eindruck bei der Jury. Ebenfalls nominiert waren Liv Lisa Fries für ihren Auftritt in „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film), Anna Schudt für ihre Rolle der Gaby Köster in „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ (RTL/Zeitsprung Pictures) und Nadja Uhl als Polizistin in „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion). Mit gleich zwei Rollen war Felicitas Woll im Wettbewerb vertreten – in „Nackt. Das Netz vergisst nie.“ (SAT.1/Westside) und „Das Nebelhaus“ (SAT.1/Wiedemann & Berg).

Bester Schauspieler: Kida Khodr Ramadan
Die Auszeichnung für den besten Schauspieler ging an Kida Khodr Ramadan, der in der Serie „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Television) einen Neuköllner Clan-Chef spielt. Er setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch. Hierzu gehörten Maximilian Brückner, der sowohl als Bürgermeister in der Serie „Hindafing“ (BR/NEUESUPER) als auch in der Rolle des Martin Luther in „Zwischen Himmel und Hölle“ (ZDF/UFA Fiction/MIA Film) glänzte, Edin Hasanović als deutscher Islamist in „Brüder“ (ARD/SWR), Peter Kurth als Kommissar in „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) sowie Tom Schilling als Stasi-Agent in „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film).

Beste Regie: Marvin Kren
Der Deutsche Fernsehpreis für die beste Regie ging an Marvin Kren. Er setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch: Hans-Christian Schmid, der „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) inszenierte, sowie Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries, die Regisseure der Serie „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film).

Bestes Buch: Hans-Christian Schmid und Bernd Lange
Als Autoren des Drehbuchs zu „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/ NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) wurden Hans-Christian Schmid und Bernd Lange von der Jury aufs Siegerpodest gehoben. Sie setzten sich gegen Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad, Benjamin Hessler und Marvin Kren („4 Blocks“, TNT Serie/Wiedemann & Berg Television) und Anne-Marie Keßel („Nackt. Das Netz vergisst nie.“, SAT.1/Westside) durch.

Beste Kamera: Frank Griebe, Bernd Fischer und Philipp Haberlandt
Die Serie „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) konnte auch in dieser Kategorie überzeugen. Die Kameramänner Frank Griebe, Bernd Fischer und Philipp Haberlandt wurden dementsprechend mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Nominiert waren auch Eeva Fleig für „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool) sowie Judith Kaufmann für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und „Tatort: Amour fou“ (ARD/RBB/ Real Film Berlin).

 

Bester Schnitt: Jan Hille und Lars Jordan
Für herausragende Leistungen im Bereich der Montage ehrte die Jury Jan Hille und Lars Jordan, die für den Schnitt der Serie „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Television) verantwortlich zeichnen. Darius Simaifar („Alarm für Cobra 11“, RTL/action concept) sowie Antje Zynga, Alexander Berner und Claus Wehlisch („Babylon Berlin“, Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) gehörten zu den Nominierten.

Beste Musik: Johnny Klimek und Tom Tykwer
Die Serie „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film) überzeugte auch mit ihrer Musik. Der Komponist Johnny Klimek und Regisseur Tom Tykwer nahmen jeweils eine Trophäe für den Soundtrack entgegen. Hervorragend waren auch die Arbeiten der weiteren Nominierten: die Band The Notwist („Das Verschwinden“, ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film) sowie Stefan Will und Marco Dreckkötter („4 Blocks“, TNT Serie/Wiedemann & Berg Television).

Beste Ausstattung: Pierre-Yves Gayraud und Uli Hanisch
Der Kostümbildner Pierre-Yves Gayraud und der Szenenbildner Uli Hanisch gewannen den Deutschen Fernsehpreis für ihre Ausstattung von „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film). Nominiert waren ebenfalls Bernd Lepel, der das Szenenbild für „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) geschaffen hat, sowie die Kostümbildnerin Esther Walz für ihre Arbeit für „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film).

Information

Beste Moderation/Einzelleistung Information: Marietta Slomka
In dieser Kategorie sahen die Juroren herausragende Leistungen bei drei „Anchorwomen“. Zur Preisträgerin kürten sie Marietta Slomka für ihre Präsentation des „heute-journals“ (ZDF) und insbesondere ihre starken politischen Interviews. Nominiert waren überdies Dunja Hayali mit den Reportagen in ihrer Sendung „dunja hayali“ (ZDF/doclights/Riverside) und ihrer Moderation des „ZDF-Morgenmagazins“ (ZDF) sowie Caren Miosga, die Moderatorin der „Tagesthemen“ (ARD/NDR).

Beste Information: „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“
Nach dem Wahljahr 2017 waren TV-Formate, die politische Positionen jenseits der klassischen Wahlberichterstattung vermitteln, nominiert. Gewonnen hat schließlich „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“ (RTL II/doclights) mit dem Comedian Abdelkarim. Außerdem nominiert waren „Fahrbereitschaft“ (rbb/Räuberleiter GmbH) mit Jörg Thadeusz und „Volksvertreter“ (ZDFneo/ Wieduwilt Film & TV Production) mit Jo Schück.

Beste Dokumentation/Reportage: „Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland“
Dokumentationen und Reportagen bildeten die großen gesellschaftspolitischen Debatten des Jahres ab. Gewonnen hat in dieser Kategorie „Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland“ (ARD/NDR/rbb/Eco Media). Des Weiteren waren „Drei Tage im September. Angela Merkels einsame Entscheidung“ (Arte/MDR/Broadview TV), „RTL extra: Faktenverdreher und Fake News“ (RTL/infoNetwork/Redaktion extra), „Die Story im Ersten: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt“ (ARD/NDR) sowie „ZDFzoom: Gefährliche Verbindungen – Trump und seine Geschäftspartner“ (ZDF) nominiert.

Bestes Infotainment: „Terra X: Der große Anfang – 500 Jahre Reformation“
Die zum Luther-Jahr gesendete dreiteilige „Terra X“-Reihe „Der große Anfang – 500 Jahre Reformation“ (ZDF/Cross Media/Eikon Nord/Eikon Südwest/IFAGE) mit Harald Lesch wurde in der Kategorie „Bestes Infotainment“ ausgezeichnet. Zu den Nominierten gehörten auch „Panorama – die Show: Früher war alles besser“ (NDR) und das Investigativ-Format „Uncovered“ (ProSieben/PQPP2).

Unterhaltung

Beste Unterhaltung Primetime: „The Voice of Germany“
„The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) mit Yvonne Catterfeld, Samu Haber, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier sowie Mark Forster und den Moderatoren Thore Schölermann und Lena Gercke gewann den Preis für die beste Unterhaltung in der Primetime. Zu den weiteren Nominierten gehörten „Ninja Warrior Germany“ (RTL/Norddeich TV) sowie „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany).

Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung: Michael Kessler
Das ungewöhnliche Treffen mit dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach in der Porträtreihe „Kessler ist…“ (ZDF/ITV Studios Germany) hinterließ bei der Jury den stärksten Eindruck. Das Gremium fällte seine Entscheidung zugunsten von Michael Kessler. Darüber hinaus waren Luke Mockridge für „LUKE! Die Woche und ich“, „LUKE! Die Schule und ich“, „LUKE! Die 90er und ich“ sowie „LUKE! Das Jahr und ich“ (alle SAT.1/Brainpool TV) nominiert. Gleiches gilt für Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, deren Moderationen und Kommentare 2017 einmal mehr zu den Highlights von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany) gehörten.

Beste Comedy: extra 3
Das Satiremagazin „extra 3“ (ARD/NDR) mit Christian Ehring wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Comedy geehrt. Nominiert waren darüber hinaus die „heute-show“ (ZDF/Prime Productions/Knacker Einfach Medienproduktion) mit Oliver Welke u.a. sowie das Sketch-Format „Kroymann“ (ARD/RB/bildundtonfabrik) mit Maren Kroymann.

Beste Unterhaltung Late Night: LUKE! Die Woche und ich
Zur besten „Spät-Show“ wurde „LUKE! Die Woche und ich“ (SAT.1/Brainpool TV) mit Luke Mockridge gekürt. Auf den Plätzen landeten „NEO MAGAZIN ROYALE“ (ZDF/ZDFneo/bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann und die „Die Pierre M. Krause Show“ (SWR).

Bestes Factual Entertainment: Kitchen Impossible
Die Art und Weise, wie Tim Mälzer, Tim Raue, Roland Trettl, Christian Lohse zuletzt mit dem Höhepunkt einer „Weihnachts-Edition“ kulinarisch die Welt erkunden, sorgte dafür, dass die Jury dem Kochwettbewerb „Kitchen Impossible“ (VOX/Endemol Shine Germany) den Deutschen Fernsehpreis erneut zusprach. Ebenfalls nominiert waren das Casting-Format „Dein Song“ (KiKA/ZDF/bsb-film/MBTV) sowie „Feuer & Flamme – Mit Feuerwehrmännern im Einsatz“ (WDR/SEO Entertainment) über den Alltag der Feuerwehr in Gelsenkirchen.

Beste gestalterische Leistung Unterhaltung: Mark Achterberg
Showregisseur Mark Achterberg wurde für seine Inszenierungen der Shows „Let‘s Dance“ (RTL/Seapoint/Tower) und „Germany‘s next Topmodel – Das Finale” (ProSieben/Redseven Entertainment) ausgezeichnet. Nominiert waren in dieser Kategorie außerdem Micky Beisenherz, Jens Oliver Haas und Jörg Uebber als Autoren von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany) sowie Ralf Kamin und Christian Bender für ihren Schnitt von „The Taste“ (SAT.1/Redseven Entertainment).

Sport

Beste Sportsendung: Boris Becker und Matthias Stach
Der Sportjournalist Matthias Stach und Tennislegende Boris Becker erwiesen sich bei Eurosport mit ihren Kommentaren zu den US Open als perfekte Doppelpartner – und erhielten dafür den Deutschen Fernsehpreis 2018. In Rennen um diese Trophäe landeten sie vor dem Sport1-Team Sascha Bandermann, Rick Goldmann und Basti Schwele sowie den Formel 1-Kollegen Florian König und Niki Lauda von RTL auf der Pole Position.

 

Förderpreis für Fabian Köster und Louis Klamroth

Der Förderpreis wurde in diesem Jahr zweimal verliehen. Hier setzte die Jury auf zwei Newcomer aus Unterhaltung und Information: den Comedian Fabian Köster für seine Beiträge in der „heute-show“ sowie den Journalisten und Moderator Louis Klamroth für die n-tv-Sendung „Klamroths Konter“. Der Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises ist mit 10.000 Euro dotiert.

Ehrenpreis der Stifter für Thomas Gottschalk

Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Thomas Gottschalk. Ausgezeichnet wird damit ein Entertainer, der mit einer unnachahmlichen Mischung aus Spontaneität und Seriosität seit Jahrzehnten im deutschen Fernsehen immer wieder Maßstäbe gesetzt hat.

Statistik

Im maßgeblichen Vergleich der Werkkategorien nach Sendern gehen vier Auszeichnungen an die ARD sowie je zwei an das ZDF und SAT.1. ProSieben, RTL, VOX, RTL II, Sky und Eurosport erhalten je einen Preis.

Die Jury

Über Nominierungen und Preisträger entschied ein unabhängiges, 14-köpfiges Fachgremium. Unter dem Vorsitz von Lutz Carstens (Chefredakteur TV Spielfilm) arbeiten in der diesjährigen Jury: Christian Becker (Produzent, Rat Pack Filmproduktion), Steffen Hallaschka (Moderator und Fernsehjournalist), Bettina Josmann (Producerin, Caligari Entertainment), Jan Peter Lacher (Bereichsleiter Programmplanung RTL, Leiter RTLplus), Peter Nadermann (Produzent, Geschäftsführer Nadcon), Stephanie Prehn (Programm Manager Show SAT.1), Diemut Roether (Journalistin, verantwortliche Redakteurin „epd medien“), Christiane Ruff (Geschäftsführerin ITV Studios Germany), Jürgen Schulte (Geschäftsführer Ansager & Schnipselmann, klarlogo), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest), Wilfried Urbe (Journalist), Stefan Wirtz (HA Programm-Management WDR) sowie Frank Zervos (Leitung Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I ZDF).

Stifter und Beirat

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Der Kreis der Stifter setzt sich aus den Geschäftsführern und Intendanten der vier austragenden Sender zusammen. Vorsitzender ist in diesem Jahr Kaspar Pflüger, Geschäftsführer von SAT.1. Zum Stiftergremium gehören überdies Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm RTL Television, und Tom Buhrow, Intendant des WDR.

Vorsitzender des Beirats ist in diesem Jahr Sven Pietsch, Chefredakteur von ProSiebenSat.1 TV Deutschland. Weitere Mitglieder sind Reinhold Elschot, Hauptredaktionsleiter Fernsehspiel und stellvertretender Programmdirektor ZDF (bis 31. Dezember 2017), Tom Sänger, Bereichsleitung Unterhaltung, Show & Daytime RTL, und Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor WDR.

 


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Liste der Preisträger 2017/18 als PDF


Deutscher Fernsehpreis 2018: Thomas Gottschalk erhält Ehrenpreis der Stifter

Mit dieser Auszeichnung würdigen die Stifter (ARD, RTL, SAT.1 und ZDF) einen Entertainer, der das deutsche Fernsehen nachhaltig geprägt hat.

Köln, 16. Januar 2018 – Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Thomas Gottschalk. Ausgezeichnet wird damit ein Entertainer, der mit einer unnachahmlichen Mischung aus Spontaneität und Seriosität seit Jahrzehnten im deutschen Fernsehen immer wieder Maßstäbe gesetzt hat. Thomas Gottschalk wird die Ehrung am 26. Januar im Rahmen der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2018 in Köln persönlich entgegennehmen.

„Thomas Gottschalk ist der größte Showmaster Deutschlands“, so Kaspar Pflüger, SAT.1-Geschäftsführer und diesjähriger Vorsitzender der Stifterrunde. „Live ist sein Leben. Er hat die seltene Gabe, immer spontan, schlagfertig, Herr der Lage und nie um eine Antwort verlegen zu sein, ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen. Keiner hat so viele internationale Stars auf seiner Coach versammelt und dennoch steht sein Publikum für ihn immer an erster Stelle. Thomas Gottschalk hat die deutsche Fernsehlandschaft jahrzehntelang geprägt. Deshalb freue ich mich ganz besonders für ihn und gratuliere Thomas Gottschalk herzlich zur Auszeichnung mit dem Ehrenpreis der Stifter.“

Thomas Gottschalk schreibt in seiner 2015 erschienenen Autobiografie „Herbstblond“: „Es kann überhaupt keinen Zweifel geben: Ohne ‚Wetten, dass..?‘ wäre ich heute nicht, was ich bin.“ 2017 war es genau 30 Jahre her, dass der ehemalige Messdiener aus Kulmbach die Moderation der Samstagabendshow übernahm und damit begann, die Sendung zum unangefochtenen Hochamt der deutschen Fernsehunterhaltung zu entwickeln.

Zuvor hatte er in München ab Anfang der 70er Jahre Germanistik und Geschichte auf Lehramt studiert. Gleichzeitig war er bereits freier Mitarbeiter beim Radio des Bayerischen Rundfunks. Gottschalk moderierte diverse Musiksendungen und trat ab Mitte des Jahrzehnts erstmals im Fernsehen auf. Seine Sendung „Telespiele“ lief zunächst im Bayerischen Fernsehen und ab 1981 in der ARD. Es folgten „Thommys Pop-Show“ und „Na sowas!“ im ZDF – und dann kam „Wetten, dass..?“. Bis zu seinem Ausstieg 2011 moderierte er insgesamt 151 Ausgaben.

Als einziger deutscher TV-Moderator hat Thomas Gottschalk für alle großen Sender gearbeitet. In den 90ern leistete er bei RTL mit „Gottschalk Late Night“ Pionierarbeit im Late-Night-Genre und feierte anschließend mit „Gottschalks Hausparty“ auch in SAT.1 Erfolge. Mittlerweile moderiert er regelmäßig die Verleihung des „ECHO Klassik“ im ZDF, er präsentierte in SAT.1 die Talent-Show „Little Big Stars“ und tritt bei RTL zusammen mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch in der Show „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“ auf.

Thomas Gottschalk brachte und bringt bis heute die Leichtigkeit auf die Bildschirme der Nation. Mit seiner erfrischenden Eloquenz, seinem unzynischen Humor, seinem unschlagbaren Improvisationstalent – und nicht zuletzt seinem Outfit. Er ist der mit den langen blonden Haaren und den ausgefallenen Klamotten. Seit „Wetten, dass..?“-Zeiten fragt sich die Nation: Was hat er diesmal wieder an? Gottschalk ist eben immer für eine Überraschung gut – der Rockstar unter Deutschlands Showmastern.

Als unser Mann in Malibu begegnet er den Großen dieser Welt auf Augenhöhe und bleibt dabei doch immer auch ein bisschen Kulmbacher. Er ist gleichzeitig weltläufig und bodenständig, ein echter Star und einer, der weiß, wie der Alltag des deutschen Normalbürgers funktioniert. Genau das macht das Geheimnis seines Erfolges aus, deshalb identifiziert sich sein Publikum mit ihm. Die Menschen spüren: Thomas Gottschalk liebt es ganz einfach, sie zu unterhalten.

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Statement der Stifter zum offenen Brief des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren e. V. vom 16.01.2018

Mit Bedauern haben wir in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen, dass die Autoren der nominierten Produktionen in den fiktionalen Werkkategorien „Bester Fernsehfilm“ und „Bester Mehrteiler“ die seit vielen Jahren geltende Nominierungsregel des Deutschen Fernsehpreises als ungerecht empfinden. Damit und mit dem zweiten offenen Brief des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren stoßen sie eine sicherlich notwendige Debatte an, die über den Deutschen Fernsehpreis hinausgeht.

Als Zeichen unserer Wertschätzung für die Arbeit der Autoren haben wir beschlossen, in Abweichung der bisherigen Nominierungspraxis in den o.g. Kategorien die Autorinnen und Autoren gemeinsam mit den Produzenten, den Regisseuren und Redakteuren (stellvertretend für das Team) zu nominieren.

Auch sehen wir die Notwendigkeit, dass wir uns im Nachgang zur kommenden Preisverleihung noch einmal grundsätzlich mit Regularien und Praxis der Nominierung beschäftigen, und zudem möchten wir bei einer geeigneten Gelegenheit in einen Austausch hierzu mit dem Verband Deutscher Drehbuchautoren eintreten.

Zunächst freuen wir uns aber auf eine schöne Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am kommenden Freitag im Palladium in Köln.


Der Deutsche Fernsehpreis 2018

Termin: Freitag, 26. Januar 2018
Ort: Palladium Köln
Moderation: Barbara Schöneberger

Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die turnusgemäße Federführung liegt 2018 bei SAT.1.

Akkreditierung: Im Palladium Köln steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung.
Die Einladung zur Presseakkreditierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.


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