Deutscher Fernsehpreis 2018: Thomas Gottschalk erhält Ehrenpreis der Stifter

Mit dieser Auszeichnung würdigen die Stifter (ARD, RTL, SAT.1 und ZDF) einen Entertainer, der das deutsche Fernsehen nachhaltig geprägt hat.

Köln, 16. Januar 2018 – Der Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises geht in diesem Jahr an Thomas Gottschalk. Ausgezeichnet wird damit ein Entertainer, der mit einer unnachahmlichen Mischung aus Spontaneität und Seriosität seit Jahrzehnten im deutschen Fernsehen immer wieder Maßstäbe gesetzt hat. Thomas Gottschalk wird die Ehrung am 26. Januar im Rahmen der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2018 in Köln persönlich entgegennehmen.

„Thomas Gottschalk ist der größte Showmaster Deutschlands“, so Kaspar Pflüger, SAT.1-Geschäftsführer und diesjähriger Vorsitzender der Stifterrunde. „Live ist sein Leben. Er hat die seltene Gabe, immer spontan, schlagfertig, Herr der Lage und nie um eine Antwort verlegen zu sein, ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen. Keiner hat so viele internationale Stars auf seiner Coach versammelt und dennoch steht sein Publikum für ihn immer an erster Stelle. Thomas Gottschalk hat die deutsche Fernsehlandschaft jahrzehntelang geprägt. Deshalb freue ich mich ganz besonders für ihn und gratuliere Thomas Gottschalk herzlich zur Auszeichnung mit dem Ehrenpreis der Stifter.“

Thomas Gottschalk schreibt in seiner 2015 erschienenen Autobiografie „Herbstblond“: „Es kann überhaupt keinen Zweifel geben: Ohne ‚Wetten, dass..?‘ wäre ich heute nicht, was ich bin.“ 2017 war es genau 30 Jahre her, dass der ehemalige Messdiener aus Kulmbach die Moderation der Samstagabendshow übernahm und damit begann, die Sendung zum unangefochtenen Hochamt der deutschen Fernsehunterhaltung zu entwickeln.

Zuvor hatte er in München ab Anfang der 70er Jahre Germanistik und Geschichte auf Lehramt studiert. Gleichzeitig war er bereits freier Mitarbeiter beim Radio des Bayerischen Rundfunks. Gottschalk moderierte diverse Musiksendungen und trat ab Mitte des Jahrzehnts erstmals im Fernsehen auf. Seine Sendung „Telespiele“ lief zunächst im Bayerischen Fernsehen und ab 1981 in der ARD. Es folgten „Thommys Pop-Show“ und „Na sowas!“ im ZDF – und dann kam „Wetten, dass..?“. Bis zu seinem Ausstieg 2011 moderierte er insgesamt 151 Ausgaben.

Als einziger deutscher TV-Moderator hat Thomas Gottschalk für alle großen Sender gearbeitet. In den 90ern leistete er bei RTL mit „Gottschalk Late Night“ Pionierarbeit im Late-Night-Genre und feierte anschließend mit „Gottschalks Hausparty“ auch in SAT.1 Erfolge. Mittlerweile moderiert er regelmäßig die Verleihung des „ECHO Klassik“ im ZDF, er präsentierte in SAT.1 die Talent-Show „Little Big Stars“ und tritt bei RTL zusammen mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch in der Show „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“ auf.

Thomas Gottschalk brachte und bringt bis heute die Leichtigkeit auf die Bildschirme der Nation. Mit seiner erfrischenden Eloquenz, seinem unzynischen Humor, seinem unschlagbaren Improvisationstalent – und nicht zuletzt seinem Outfit. Er ist der mit den langen blonden Haaren und den ausgefallenen Klamotten. Seit „Wetten, dass..?“-Zeiten fragt sich die Nation: Was hat er diesmal wieder an? Gottschalk ist eben immer für eine Überraschung gut – der Rockstar unter Deutschlands Showmastern.

Als unser Mann in Malibu begegnet er den Großen dieser Welt auf Augenhöhe und bleibt dabei doch immer auch ein bisschen Kulmbacher. Er ist gleichzeitig weltläufig und bodenständig, ein echter Star und einer, der weiß, wie der Alltag des deutschen Normalbürgers funktioniert. Genau das macht das Geheimnis seines Erfolges aus, deshalb identifiziert sich sein Publikum mit ihm. Die Menschen spüren: Thomas Gottschalk liebt es ganz einfach, sie zu unterhalten.

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Deutscher Fernsehpreis 2018: Klartext in der Information, große Unterhaltung in Primetime, Late Night und Factual, starke Kommentatoren-Teams im Sport

Die 14-köpfige Experten-Jury hat über die Nominierungen in Information, Unterhaltung und Sport entschieden.
Moderiert von Barbara Schöneberger, findet die Verleihung am 26. Januar in Köln statt.

Köln, 10. Januar 2018 – In kaum mehr als zwei Wochen wird im Kölner Palladium zum 19. Mal der Deutsche Fernsehpreis vergeben. Wurden die Nominierungen in den fiktionalen Kategorien bereits im Dezember bekannt gegeben, entschied die unabhängige Experten-Jury unter der Leitung von „TV-Spielfilm“-Chefredakteur Lutz Carstens jetzt über die besten Produktionen und Einzelleistungen des vergangenen Fernsehjahres in Unterhaltung, Information und Sport.

„2017 war ein Jahr großer Umbrüche, und vieles Sichergeglaubtes ist in Bewegung geraten. Gerade dann braucht es im Fernsehen Programme und Protagonisten mit Haltung, die Klartext reden, Positionen jenseits des Politikbetriebs vermitteln und Tiefenanalysen zu den zentralen politischen und gesellschaftlichen Fragen liefern. Ein hoher Anspruch, dem die Nominierten des Fernsehjahres 2017 im Bereich Information mehr als gerecht geworden sind“, so der Jury-Vorsitzende Lutz Carstens. „In Unterhaltung und Comedy präsentierten sich die klassischen Formate wie auch ihre Protagonisten in absoluter Hochform und sorgten für wunderbare Fernseherlebnisse, starke Kommentatoren-Teams im Sport für Momente zum Mitfiebern. Glückwunsch an alle Nominierten für ihre außergewöhnlichen Leistungen!“

Die Nominierungen in der Information

„Beste Moderation/Einzelleistung Information“: In Zeiten wachsender Unübersichtlichkeit braucht es glaubwürdige Persönlichkeiten vor der Kamera: Hier sah die Jury herausragende Leistungen bei drei „Anchorwomen“: Dunja Hayali mit ihren Reportagen in ihrer Sendung „dunja hayali“ (ZDF/doclights/Riverside) und ihrer Moderation des „ZDF-Morgenmagazins“ (ZDF), Caren Miosga und Marietta Slomka mit der Präsentation der „Tagesthemen“ (ARD) bzw. des „heute-journal“ (ZDF) und ganz besonders mit ihren präzisen politischen Interviews.

„Beste Information“: Im Wahljahr 2017 entschied sich die Jury hier bewusst für Formate, die politische Positionen jenseits der klassischen Wahlberichterstattung vermitteln: „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“ (RTL II/doclights) mit dem Comedian Abdelkarim, „Fahrbereitschaft“ (rbb/Räuberleiter GmbH) mit Jörg Thadeusz und „Volksvertreter“ (ZDFneo/ Wieduwilt Film & TV Production) mit Jo Schück.

„Beste Dokumentation/Reportage“: Die großen politischen und gesellschaftlichen Themen des Jahres wurden in herausragender Weise in Dokumentation und Reportagen behandelt. Entsprechend nominierte die Jury hier fünf außergewöhnliche Arbeiten: „Drei Tage im September. Angela Merkels einsame Entscheidung“ (Arte/MDR/Broadview TV) analysiert die deutsche Flüchtlingspolitik und ihre Widersprüche, „Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland“ (ARD/NDR/rbb/Eco Media) zeigt den deutschen Politik- und Medienbetrieb unter Druck, „RTL extra: Fake News“ gibt undercover Einblicke in deren Schaltzentralen (RTL/ infoNetwork/Redaktion extra), „Die Story im Ersten: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt“ (ARD/NDR) liefert ein brillantes Erklärstück und „ZDFzoom: Gefährliche Verbindungen – Trump und seine Geschäftspartner“ (ZDF) zeigt, was investigative Recherche leisten kann.

„Bestes Infotainment“: Die Vermittlung von Fakten und Wissen ist eine der produktivsten Aufgaben des Fernsehens und im vergangenen Jahr besonders gelungen in „Panorama – die Show: Früher war alles besser“ (NDR) mit Michel Abdollahi, dem Investigativ-Format „Uncovered“ mit Thilo Mischke (ProSieben/pqpp2) und der dreiteiligen „Terra X“-Reihe „Der große Anfang – 500 Jahre Reformation“ mit Harald Lesch zum Luther-Jahr.

Die Nominierungen in der Unterhaltung

„Beste Comedy“: Was wäre die Politik ohne Comedy – und die Comedy ohne Politik? So unterhaltsam wie unverzichtbar gerade in diesem Jahr das Satiremagazin „extra 3“ (ARD/NDR) mit Christian Ehring, die „heute-show“ (ZDF/Prime Productions/Knacker Einfach Medienproduktion) mit Oliver Welke u.a. sowie das Sketch-Format „Kroymann“ (ARD/RB/Bildundtonfabrik) mit Maren Kroymann, der Grande Dame der politischen TV-Satire.

„Beste Unterhaltung Primetime“: Musikalische und sportliche Wettbewerbe prägten die große Unterhaltung. Die Jury sieht auch in diesem Jahr vorne: „Ninja Warrior Germany“ (RTL/Norddeich TV) mit Laura Wontorra, Frank Buschmann und Jan Köppen als kongeniales Moderations-Trio, „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany) mit Sascha Vollmer und Alec Völkel als Gastgeber und Mark Forster, Lena Meyer-Landrut, Stefanie Kloß, Gentleman, Moses Pelham und Michael Patrick Kelly sowie „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) mit Yvonne Catterfeld, Samu Haber, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier sowie Mark Forster und den Moderatoren Thore Schölermann und Lena Gercke.

„Beste Unterhaltung Late Night“: Wachbleiben lohnt sich, wenn folgende “Spät-Shows“ und ihre „Gastgeber“ an den Start gehen: „LUKE! Die Woche und ich“ (SAT.1/Brainpool TV) mit Luke Mockridge, „NEO MAGAZIN ROYALE“ (ZDF/ZDFneo/Bildundtonfabrik) mit Jan Böhmermann und die „Die Pierre M. Krause Show“ (SWR).

„Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung“: Herausragende Einzelleistungen fand die Jury bei profilierten Unterhaltungsprotagonisten wie Michael Kessler in „Kessler ist… Wolfgang Bosbach“ (ZDF/ITV Studios Germany) und Luke Mockridge in „LUKE! Die Woche und ich“ / Die Schule und ich“ / Die 90er und ich“ / Das Jahr und ich“ (alle SAT.1/Brainpool TV). Darüber hinaus sind Sonja Zietlow und Daniel Hartwich nominiert, deren Moderationen und Kommentare 2017 einmal mehr zu den Highlights von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany) gehörten.

„Bestes Factual Entertainment“: Nichts ist so unterhaltsam wie die Wirklichkeit, und das ganz besonders, wenn Fernsehmacher sie perfekt inszenieren. Nominiert sind: „Dein Song“ (KiKa/ZDF/bsb-film/MBTV) begibt sich auf die Suche nach jugendlichen Songwritern, „Feuer & Flamme“ (WDR/SEO Entertainment), begleitet den Alltag der Feuerwehr in Gelsenkirchen, Tim Mälzer, Tim Raue, Roland Trettl, Christian Lohse u.a. erkunden mit dem Kochwettbewerb „Kitchen Impossible“ (VOX/Endemol Shine Germany) die Welt.

Beste gestalterische Leistung Unterhaltung“: Eine Show-Produktion ohne diese „Gewerke“ ist undenkbar, und so will die Jury die herausragenden Leistungen in Regie, Buch, Schnitt würdigen: Mark Achterberg für die Live Regie der Shows „Let‘s Dance“ (RTL/Seapoint/Tower) und „Germany‘s next Topmodel – Das Finale” (ProSieben/Redseven Entertainment), Micky Beisenherz, Jens Oliver Haas und Jörg Uebber als Autoren von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL/ITV Studios Germany) und Ralf Kamin und Christian Bender für ihren Schnitt von „The Taste“ (SAT.1/Redseven Entertainment).

Die Nominierungen im Sport

„Beste Sportsendung“: Bei der Eishockey-WM kämpften im vergangenen Jahr die 16 besten Nationalmannschaften um den Titel. Mit ihren Kommentaren zu diesem Sportereignis der Spitzenklasse sicherte sich das Sport1-Team Sascha Bandermann, Rick Goldmann und Basti Schwele einen Platz unter den besten Drei. Auch die Begeisterung für die Formel 1 hält an. Als Kommentatoren der vergangenen Saison könnten RTL-Reporter Florian König und Rennsportlegende Niki Lauda auf der Pole Position landen. Schließlich erwiesen sich Sportjournalist Matthias Stach und Tennislegende Boris Becker bei Eurosport mit ihren Kommentaren zu den US Open als perfekte Doppelpartner – mit Chancen auf eine Trophäe beim Deutschen Fernsehpreis 2018.

Die Jury

Über Nominierungen und Preisträger entscheidet ein unabhängiges, 14-köpfiges Fachgremium. Unter dem Vorsitz von Lutz Carstens (Chefredakteur TV Spielfilm) arbeiten in der diesjährigen Jury: Christian Becker (Produzent, Rat Pack Filmproduktion), Steffen Hallaschka (Moderator und Fernsehjournalist), Bettina Josmann (Producerin, Caligari Entertainment), Jan Peter Lacher (Bereichsleiter Programmplanung RTL, Leiter RTLplus), Peter Nadermann (Produzent, Geschäftsführer Nadcon), Stephanie Prehn (Programm Manager Show SAT.1), Diemut Roether (Journalistin, verantwortliche Redakteurin „epd medien“), Christiane Ruff (Geschäftsführerin ITV Studios Germany), Jürgen Schulte (Geschäftsführer Ansager & Schnipselmann, klarlogo), Marcus Uhl (Geschäftsführer Bilderfest), Wilfried Urbe (Journalist), Stefan Wirtz (HA Programm-Management WDR) sowie Frank Zervos (Leitung Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I ZDF).

Im maßgeblichen Vergleich der Werkkategorien nach Sendern gehen je vier Nennungen an die ARD, das ZDF und die Dritten, gefolgt von RTL mit drei Nennungen, ProSieben, SAT.1 und Vox mit jeweils zwei Nennungen. Arte, Eurosport, KiKa, RTL II, Sport1 und ZDFneo erhalten je eine Nennung.

Wer schließlich die begehrten Trophäen erhält, entscheidet die Jury erst am Tag der Preisverleihung, die von Barbara Schöneberger moderiert wird. Darüber hinaus vergeben die Stifter einen Ehrenpreis.

Zur Nominierung…

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Liste der Nominierungen Non-Fiktion 2017/18 als PDF

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Liste der Nominierungen Fiktion 2017/18 als PDF


Der Deutsche Fernsehpreis 2018

Termin: Freitag, 26. Januar 2018
Ort: Palladium Köln
Moderation: Barbara Schöneberger

Hintergrund: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die turnusgemäße Federführung liegt 2018 bei SAT.1.

Akkreditierung: Im Palladium Köln steht am Abend der Preisverleihung leider nur eine limitierte Anzahl an Presseplätzen zur Verfügung.
Die Einladung zur Presseakkreditierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.


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